1. Kiss the Cook Kapitel 04


    Datum: 21.03.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor

    Kapitel 4
    
    Ich drehte mich in die Richtung und sah in die leicht vertränten Augen von Bea.
    
    „Magst du denn überhaupt so etwas?", kam meine Frage und Bea meinte: „Sie wissen doch, ich stehe auf herbe Sachen!"
    
    „Übrigens, ich heiße Ingo!", sagte ich zu ihr, weil ich es komisch fand, dass sie immer noch Sie zu mir sagte.
    
    „Ich weiß!", kam zur Antwort, „aber ich finde es interessanter, wie es ist. Es macht mich an. Außerdem duzt man Männer mit ihrer Erfahrung und ihrem Alter nicht."
    
    Sie nahm ihr Glas hoch, ließ die Flüssigkeit darin rundum laufen, roch daran und nahm zum Schluss einen kleinen Schluck, während sie mich mit ihren Augen weiter fixierte.
    
    „Mmmmhhh, lecker. Nicht gerade der Billigste würde ich sagen!", sagte Bea mit einer dumpfen Stimme und leckte sich langsam über die Lippen.
    
    Es überraschte mich, denn normalerweise tranken junge Frauen so etwas nicht, aber warum nicht. Wenn ich merkte, dass es jemandem schmeckte, dann teilte ich gerne diese oder jene Flasche mit jemandem. Bea war mir da natürlich recht.
    
    Ich nahm die Flasche aus dem Schrank, schloss ihn gut ab und ging zum Tresen zurück, während Bea mir folgte. Es waren zufällig zwei nebeneinanderstehende Hocker frei und wir setzten uns darauf.
    
    Von hieraus konnte man den größten Teil des Raums überblicken und wir genossen es, dort zu sitzen und die anderen zu beobachten.
    
    Wenige Minuten später hörte ich direkt an meinem Ohr: „Kann man das mit dem Laser auch als Einzelvorstellung bekommen. Ich ...
    ... habe davon so wenig mitbekommen, dabei hätte ich es zu gerne gesehen!"
    
    „Für dich mache ich auch eine Privatvorstellung. Sag, wann du willst!"Dann sah ich ihr tief in die Augen. Sie erwiderte den Blick. Es folgte ein erneuter Schluck aus dem Glas.
    
    „Mit was zum Trinken?", kam die nächste Frage und wieder leckte ihre Zunge über die Lippen. „Mit was zum Trinken!", bestätigte ich.
    
    Dann stand Bea lachend auf, stellte ihr inzwischen leeres Glas ab und ging mit leicht schwankendem Schritt auf die kleine Tanzfläche. Hier mischte sie sich unter die anderen Tänzer. Ein Zeichen für mich, das Feld zu räumen. Ich wurde hier untern nicht mehr gebraucht und verließ den Raum.
    
    Erst spät in der Nacht oder besser gesagt früh am Morgen hörte ich das letzte Mal die Tür zugehen. Danach herrschte die Ruhe im Haus, die ich liebte.
    
    Christina streckte nur noch einmal ihren Kopf herein. „Danke!", war alles, was sie sagte, wobei selbst dieses eine Wort gelallt klang. Dann verschwand sie und ich hörte sie nur noch einmal fluchen. Wie es sich anhörte, war sie irgendwo gegen gestoßen.
    
    Irgendwann ging ich selber ins Bett, als es draußen hell wurde. Ich hatte mir die Bilder von Bea oft genug angesehen.
    
    Ganz ehrlich, als ich dieses Mal aufstand, wusste ich bereits, dass es nicht mein Tag werden würde. Mein Kopf war der Meinung, schwerer als sonst sein zu müssen, aber zum Glück nicht so schwer wie der von Christina. Sie ließ sich den ganzen Tag über nicht sehen. Ich hörte sie oben im ersten ...
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