1. Die Mitte des Universums Ch. 045


    Datum: 25.04.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byBenGarland

    ... von der Polizei erwischen lassen. Vielleicht war ja Webcam-Sex eine Lösung?
    
    Darauf kam ich, als Linh, in Erwartung ihrer Skype-Dates mit ihrem Exfreund, mich ein paarmal per Videocall angefunkt hatte. Einmal hatte sie sich sogar langsam ausgezogen -- sicher durch unseren Vormittag im Hotel vorige Woche angeregt -- und mich vor laufender Kamera ‚online' tief in ihren glorreichen, behaarten Schoß blicken lassen. Den Ton hatte ich leider abschalten müssen, weil es halb Elf abends war und ich schon im Bett lag, was allerdings wiederum ideal war, da ich mir gleich Einen runterholen konnte. Linh mochte es offenbar, sich vor laufender Kamera auszubreiten; warum nicht auch Tina?!
    
    Als ich aber die Webcam-Idee Tina unterbreitete, war sie der Sache wenig zugeneigt. Gut, irgendwie war Tina auch ein anderer Typ als Linh, und so schlug ich ihr vor, doch vielleicht eher in Richtung unseres ersten Treffens damals im Februar zu denken: Sie könnte doch ein- oder zweimal die Woche in der Innenstadt Touristen beobachten, und wenn ihr jemand gefiel, der offenbar allein unterwegs war, ihn ansprechen und vielleicht erst einmal eine Stadtführung vorschlagen. Das war zwar sicher auch illegal, genaugenommen, aber, wenn man es clever und diskret anstellte, könnte es doch klappen, dachte ich mir. Mich hatte einmal eine junge Frau in Luang Prabang in Laos auf diese Weise angesprochen, und wir verbrachten dann gleich die ganze nächste Woche zusammen.
    
    Oder Tinder. Aber da war es wiederum ...
    ... knifflig, den richtigen Moment zu finden, den Mann wissen zu lassen, dass man das Ganze nicht aus Jux und Tollerei macht, sondern mit Ficken Geld verdienen wollte. Mit jungen Philippinas oder Frauen in Thailand war es ziemlich klar, dass Sex gegen Bezahlung eingeschlossen war, aber in Vietnam nicht unbedingt. Tina wollte über die Tinder-Idee nochmal nachdenken, auch über die Webcam-Geschichte, aber wir kamen überein, doch erst einmal einen Probelauf für das spontane Ansprechen von Fremden in der Innenstadt zu machen. Natürlich gab es hier in unserer kleinen Provinzstadt weniger Sehenswürdigkeiten als in Saigon, aber das war vielleicht sogar erst einmal gut so. Ich gab ihr aber als Hausaufgabe, sich ernsthaft mit der Geschichte unserer Stadt zu beschäftigen.
    
    Ich konnte den nächsten Mittwoch kaum erwarten. Tina und ich hatten vereinbart, dass sie im kleinen Park gegenüber der Hauptpost herumschlendern würde, während ich vorgeben würde, Tourist auf der Durchreise zu sein. Sie hatte das Ganze vorher schon einmal durchgehen wollen, inklusive genauer Handlungsanweisungen meinerseits, aber das war mir dann doch zuviel gewesen. Ich fand es besser, es einmal -- oder auch mehrmals -- zu probieren und danach auszuwerten. Tina mochte doch Rollenspiele ohnehin. Ich auch. Besonders mit ihr.
    
    Ich parkte vor dem Hotel in der Innenstadt, wo wir nachher wohl landen würden, und lief die paar hundert Meter zur Post. Es war ein schöner, klarer Septembertag, und nachmittags um Drei waren nicht mehr ...
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