-
Grober Sand 06
Datum: 02.05.2023, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byLoreleyColter
... wartet. Höchstens ein geprügeltes Weibchen, das sich in seiner Abwesenheit vom Nachbarn vögeln lässt. Er zuckt zusammen, als die Tür aufgeht. Bane ist wieder da und hat einen der beiden Wagnerianer von vorhin mitgebracht, den, der mich zur Walküre erklärt hat. So wie der mich angafft, hätte ich kein Problem damit, seinen zerschlagenen Körper vom Schlachtfeld wegzuschaffen. Aber Walhalla würde er dann nicht von innen sehen. „Schon fertig,?" Bane sieht überrascht aus. Er hat sich wohl für einen anderen Anblick gewappnet. Chuck zuckt nur mit den Schultern. Er wagt es nicht mehr, mich anzufassen, ohne direkten Befehl. Aber das wird er seinen Kameraden sicher nicht verraten. „Oh Mann, was habt ihr mit ihren Füßen gemacht?" Der dritte Typ kommt in meine Zelle und tritt hinter mich. Er kramt in seiner Tasche. Dann drückt er mir irgendwas auf die Sohlen. Ich möchte die Wände hochgehen. Meine Beine reißen ganz von allein an den Fesseln, bis der Schmerz nach einigen Sekunden etwas nachlässt und Kühle einsetzt. „So was sollte man echt nicht machen. Dafür sind Frauenfüße zu schade." Seine Hand streichelt über meine Waden. Ich frage mich, ob es eine stochastische Formel gibt, mit der man das Auftreten eines Sanis mit Fußfetisch in der Wüste berechnen kann. „Bones, hör auf, sie zu betatschen." Chuck klingt nervös. „Warum?" „Weil er es dir sagt. Komm da raus und setz dich." Bane ist genervt. Er fühlt sich immer noch nicht wohl bei der Sache. Sie sammeln sich am ...
... Tisch in der Wachstube, und ich kann sie nur noch aus dem Augenwinkel erahnen. Also lasse ich den Kopf hängen, um mir ein wenig Entspannung zu gönnen. ----------------- Von was für Typen bin ich hier umgeben? Ich weiß ja, dass Chuck notgeil und für jede Quälerei zu haben ist, aber sogar Bones kann seinen Schwanz kaum im Zaum halten. Er sieht immer wieder zu ihr hinüber und trommelt unbewusst mit den Fingern. Eigentlich müsste man von einem Sani doch ein wenig Empathie erwarten können. Die Wüste hat uns alle korrumpiert. Ich spüre, wie mir selbst der moralische Kompass abhandenkommt. Die beiden sitzen hier, scharren mit den Füßen, gierig darauf, sich endlich austoben zu können. Und ich kann sie irgendwie verstehen. Als ich draußen stand und mir die Kälte in die Knochen kroch, erinnerte ich mich einen Augenblick lang daran, wer ich bin. Jetzt hocke ich wieder in der Baracke, eingepfercht mit meinem Auftrag, mit ihr. Mit zwei Soziopathen, die selbst nur Marionetten sind und mich im Auftrag des Colonels langsam aber sicher in ihr Netz locken. Ich muss die beiden loswerden. Allein sein. Einen klaren Gedanken fassen. Es ist kaum noch genug Luft zum Atmen in diesem scheiß Loch. Ich laufe ein paar Schritte hin und her. Mein Hirn pocht. Ich hätte nicht nach fünf Jahren wieder rauchen sollen. Der Raum ist zu klein, ich kann sie nicht ignorieren, die nackte Frau am Rand meines Blickfelds. Ich schließe die Augen. Es hilft nicht. Ich weiß, dass sie da ist. Die beiden ...