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Helene
Datum: 06.05.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bySkifahrer
... stöhnenden, gurrenden und kreischenden Laute, die sie ausstößt, bevor und während sie kommt. Und auch ganz ohne solche Gedanken: Besonders in diesen Zeiten hätte ich sie nur zu gerne direkt an meiner Seite. Da hilft es mir auch nicht weiter, zu wissen, dass es Anderen wahrscheinlich nicht besser geht. Meiner Nachbarin etwa, Helene. Sie ist drei, vier Jahre jünger als Ana und ich, und zufällig ist auch sie Teil eines mixed couples. Ihr Mann Tung ist Thailänder, Ingenieur für Energieanlagen oder so etwas, genau weiß ich es gar nicht. Jedenfalls sitzt auch er gerade in seiner ursprünglichen Heimat fest, wegen eines Auftrages dort. Helene und Tung sind ein sympathisches und hübsches Paar. Sie studiert Psychologie und sitzt an ihrer Doktorarbeit. Bis vor ein paar Wochen ging sie dafür meist in die Unibibliothek, jetzt brütet sie ihre Diss zu Hause aus, zwangsläufig. Ana und ich haben schon mal gewitzelt in der Art, dass deutsche Männer ja gerne thailändische Frauen suchen, Helene und Tung sind als Gegenmodell eine ziemliche Ausnahme. Uns ist zumindest kein anderes Paar dieser Art bekannt. Beide Paare wohnen im Dachgeschoss oder besser: in einer Art Doppel-Penthouse oben auf einem Mehrfamilienhaus. Also mit großen Balkonen, eigentlich schon Terrassen, und einem weiten Blick über die Stadt. Vom Lärm der Straße bekommt man hier oben auch kaum etwas mit. Besonders morgens ist es hier schön, da steht voll die Sonne drauf. Und selbst im Mai, sogar in einem so kühlen wie in ...
... diesem Jahr, ist es dort schon mild, sobald die Sonne scheint. Und das tut sie heute. Ich bin etwas später aufgestanden, habe erst am Vormittag eine Telefonkonferenz mit den Kollegen auf dem Programm. So lehne ich an der Brüstung, mit einem Becker Kaffee in der Hand, und blinzele in die Sonne. Auch auf der anderen Terrassenseite scheint Bewegung zu sein. Jemand öffnet die Tür und tappt dann ebenfalls an die Brüstung. Es ist Helene. Genauso wenig ausgehfertig wie ich -- aber wieso sollte man in diesen Zeiten auch groß das Haus verlassen? Ich selbst hatte mir einen Hoodie übergestülpt und trage noch die Boxershorts von der Nacht. Helene ist einen lässig geschlossenen Bademantel gehüllt. „Oh, sorry, ich wusste nicht, dass du auch hier bist", sagt sie und blickt entschuldigend an ihrem Outfit herunter. „Moin", antworte ich, „mach dir keine Gedanken, ich komme selber erst gerade aus dem Bett." Wir duzen uns zwar, sprechen aber nicht allzu oft miteinander. In normalen Zeiten begegnen wir uns meist nur im Treppenhaus. Alle vier haben beruflich ganz schön viel zu tun. Bei ihrer Einweihungsparty vor einem Jahr waren wir allerdings eingeladen und haben uns dabei auch gut unterhalten. Ich mag sie, aber eben so, wie man eine freundliche Nachbarin mag, die einen nicht weiter stört und übrigens auch ganz gut aussieht. Ihr rotblonden Locken geben ihr manchmal einen leicht verwegenen Ausdruck, der durch die Stupsnase und ein paar Sommersprossen auf ganz witzige Weise kontrastiert wird. Helene ...