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Oh Silvie! 05.Teil
Datum: 17.05.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byAmonasro
... und verließ das Versicherungsgebäude fluchtartig, mit dem festen Vorsatz, nie wieder hierher zu kommen. Ich lief zum nächsten Taxistandplatz und ließ mich eilig nach Hause fahren. Auf dem Weg klingelte das Mobiltelefon, vor lauter Panik warf ich es aus dem fahrenden Taxi. Endlich zu Hause angekommen, packte ich, was wichtig war, persönliche Dokumente, meine Geldsachen, wenige Klamotten und Toilette-Sachen, alles in einen Seesack und verließ auch meine Wohnung, um nicht mehr zurückzukehren. Wieso so panisch? Frau Doktor war eben im Begriff mich ganz zu einem willenlosen Ding zu verwandeln. Es war genau, was ich in meiner wirren Nacht erkannt hatte: Ich stand auf der Kippe: Wäre ich geblieben, und hätte ich dem Hausmeister als Sexsklave gedient, dann hätte ich mein Leben aus der Hand gegeben, ich hätte nicht mehr zurück können in mein eigenes Leben. Da fällte ich reflexartig die Entscheidung: Ich riss aus und ließ alles hinter mir. Ich fand mich am Hauptbahnhof wieder. Wo wollte ich hin? Es kam mir die Idee, Anja anzurufen, allerdings fehlte mir dazu das Telefon. Mit einem Münzfernsprecher war mir nicht gedient, ich wusste ihre Nummer nicht. Nun, dann löste ich ein Ticket und fuhr nach Nîmes, ohne mich vorher anzukündigen. Im Zug fühlte ich mich zum ersten Mal wieder sicher und ich kam zum Nachdenken. Doch langsam wuchsen mir Zweifel. War meine Reaktion übertrieben? War ich gerade dabei, durchzudrehen? Hatten mich die Erlebnisse vom gestrigen Abend zu einem ...
... Freak gemacht? Und noch schlimmere Gedanken kamen plötzlich auf: Warum bin ich weggelaufen? Vielleicht hätte es mir ja auch gefallen, unter dem fetten Serben zu liegen, vielleicht hätte er mich liebevoller gebumst, als die beiden Lesben gestern! Das wirst Du jetzt nicht mehr herausfinden. Plötzlich war mir gar nichts mehr klar. Ich schüttelte mich, um alle Gedanken aus meinem Kopf zu vertreiben. Ich versuchte, mein Hirn komplett zu leeren und starrte in die vorbeirasende Landschaft. Dann schlief ich ein. Ich träumte von meiner Ankunft in Nîmes, dass ich in einem Paradies ankam und es nie wieder verließ. Schließlich wurde ich wach, weil wir meinen Zielbahnhof erreichten. Eilig stieg ich aus. Es war bereits späterer Nachmittag. Nun stand ich in Nîmes am Bahnhof und wusste nicht, wie weiter. Ziellos fragte ich an der Auskunft in meinem schlechten Französisch nach Anja und Benny. Ich erntete nur Achselzucken. Ich wandte mich ratlos zum Bahnhofsausgang und ging mal die Straße entlang, von der ich vermutete, dass Anja sie damals einschlug, als sie mich vor einer Woche abgeholt hatte. Wie konnte ich mich nur in so eine dumme Situation manövrieren? Ich Idiot! Ein Taxi bleib neben mir stehen und der Fahrer fragte: „Taxi?" Unentschlossen stand ich da. Jetzt bildete ich mir ein, mich zu erinnern, wie der Ort geheißen hatte, in dem Anja lebte. „Je voudrais Oboor. A une demi-heure d'ici." radebrecht ich. „Ah, Aubord! Tenez, montez!" anwortete der Fahrer, er schien zu ...