1. Die Burg Kapitel 03


    Datum: 08.06.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor

    Wie am Abend zuvor, fühlte ich mich ausgepumpt und leer. Ein Zustand, der dafür geeignet war, zu schlafen. Mit allerletzter Kraft griff ich nach meiner Decke und zog sie über mich. Wenige Minuten später, schlief ich ein.
    
    Der Morgen war grausam. Ich fühlte mich leer und kraftlos. Doch da ich daran dachte, dass mir ein reichhaltiges Frühstück auf die Beine helfen könnte, schleppte ich mich mit schweren Beinen zu meinen Klamotten, zog mich an und saß Minuten später an meinem Tisch. Die Markierung an dem Fenster und der Tür hatte nichts genutzt. Sie war vorhanden wir zuvor. Wenn man durch die Decke kam, war das kein Wunder. Von einer Sinnestäuschung ging ich nicht mehr aus. Es war zu real gewesen und mein Körper signalisierte es ebenfalls. Doch was es gewesen war, konnte ich nicht sagen und auch niemanden danach fragen.
    
    Der Wirt schien darüber erfreut zu sein, dass ich an diesem Morgen früher erschienen war, und konnte sich ein Lächeln abringen. Doch als er an meinen Tisch kam und mir ein ähnliches Frühstück wie zuvor servierte, sah er mich einen Moment lang an.
    
    „Fühlt ihr euch nicht wohl?", fragte er mich und sah bekümmert aus. „Ihr seht blass aus. Ihr werdet doch nicht krank werden."
    
    Während ich mir das erste Brot mit dick Butter und Mettwurst schmecken ließ, kamen meine Lebensgeister langsam zurück. Besonders der starke Kaffee, der mir serviert wurde, tat ein kleines Wunder.
    
    Als ich mich nach diesem ausgiebigen Mal erhob, ging es mir um einiges besser. Jetzt ...
    ... war ich soweit gestärkt, um mich zur Burg zu begeben. Also trat ich aus der Wirtschaft, streckte mich genüsslich und ging zu meinem Wagen. Da der Weg zur Burg breit genug gewesen war und befahrbar ausgesehnen hatte, wollte ich hinauffahren. Auf einen Spaziergang hatte ich keine Lust mehr und oben auf dem Vorplatz gab es genug Platz, um meinen Wagen abzustellen.
    
    Also stieg ich in den Wagen und drehte den Zündschlüssel. Das Einzige, was ich hörte, war ein leises Klicken des Zündrelais. Sonst blieb der Wagen still. Auch ein weiterer Startversuch ergab kein besseres Ergebnis.
    
    Was macht man in einem Fall wie diesem?
    
    Man steigt aus, macht die Motorhaube auf, rüttelt an allem, was nach Kabel aussieht, und schaut fachmännisch in den Motorraum. Immerhin stellt man dann fest, dass der Motor noch da ist und alles, wie immer aussieht. Danach setzt man sich erneut in den Wagen, dreht noch einmal den Zündschlüssel und ist der Meinung, dass das wenige Gerüttel etwas gebracht hat.
    
    Hat es aber nicht, wie immer. Also steigt man erneut aus, schaut sich Hilfe suchend um, um festzustellen, dass dort keiner ist.
    
    Also ging ich zurück in die Gaststätte und fragte den Wirt nach einer Werkstatt.
    
    Er sah mich mitleidig an und meinte: „Junger Mann, wie viele Autos sind ihnen begegnet, seitdem sie hier sind?"
    
    Wenn er mich so fragte, konnte ich mich an keines erinnern. Mein Wagen hatte immer alleine vor dem Gasthaus gestanden und sonst war mir keines begegnet. Aufgefallen war mir das bis ...
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