1. Die Burg Kapitel 03


    Datum: 08.06.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor

    ... jetzt seltsamerweise nicht.
    
    „Keins?", sagte ich nachdenklich und der Wirt antwortete darauf. „Sehen sie, hier im Dorf, benötigen wir wenn schon, einen Traktor, aber kein Auto. Einen Mechaniker haben wir von daher nicht. Er würde verhungern bei der Auftragslage. Ich kann aber mal sehen, ob mein Bruder sich den Wagen ansehen kann. Er versteht etwas von Autos, zumindest repariert er die Traktoren im Dorf. Ich werde ihm bescheid sagen, wenn sie wünschen."
    
    Ich dachte, dass es besser als nichts war, und willigte in den Vorschlag ein.
    
    Jetzt musste ich, wohl oder übel, zu Fuß zur Burg hoch, aber da ich keinen festen Termin hatte, konnte ich nicht zu spät kommen. Also machte ich mich auf die Socken.
    
    Als ich an der Burg ankam, schaute ich zuerst die vor mir aufragende äußere Mauer hoch. Dann ging ich zum großen Tor.
    
    In dieses Tor war eine kleinere Tür eingelassen und eine Klingel angebracht worden, denn das Tor für jemanden zu öffnen, war nicht angebracht. Also legte ich einen Finger auf den Klingelknopf und wartete ab.
    
    Es dauerte etwa zwei Minuten, bis sich die Tür öffnete und der Mann erschien, der am ersten Abend die Gräfin in der Gaststätte entschuldigt hatte.
    
    „Die Gräfin hat mir gesagt, dass ihr kommen würdet. Kommt bitte herein!"
    
    Ich ging an ihm vorbei durch das Tor und war erst einmal davon überrascht, wie weit der Eingang ging. Es waren sicher zehn Meter oder noch mehr, die man durchqueren musste. Dabei sah ich nach oben und konnte sowohl direkt ...
    ... hinter dem Tor als auch am Ende des Durchgangs ein massives Fallgitter erkennen, was nach oben gezogen worden war. Man konnte sie schnell herunterlassen, wenn das Tor zu brechen drohte.
    
    „Darf ich mich euch vorstellten!", meinte der Mann, nachdem ich an ihm vorbeigetreten war.
    
    „Mein Name ist Conlin. Wenn ihr irgendetwas braucht oder wissen möchtet, könnt ihr mich das fragen. Ich stehe euch jederzeit zur Verfügung. Wenn ihr mich braucht, bin ich im Hauptgebäude erste Tür links zu finden.
    
    Die Frau Gräfin hat mir die Schlüssel der Burg gegeben, die ihr benötigen werdet, um euch ungehindert umzusehen."
    
    Dabei streckte mir Conlin seine Hand entgegen. Mit ihr hielt er einen großen eisernen Ring fest, an dem mehrere, große und alt wirkende Schlüssel hingen.
    
    „Bitte sehr", meinte er, „Frau Gräfin hat euch sicher gesagt, was sie von euch erwartet."
    
    Ich nahm die Schlüssel entgegen und nickte.
    
    Conlin nickte mir ebenfalls zur Bestätigung zu und drehte sich in Richtung Hauptgebäude um. Dann ging er mit schlurfenden Schritten davon. Dabei hatte ich den Eindruck, als wenn er ein Bein leicht nachzog.
    
    Es war alles etwas seltsam, aber ich hatte A gesagt, jetzt musste ich zumindest B ausprobieren. Als Erstes stellte ich mich selber mitten auf den Innenhof und drehte mich langsam im Kreis. Ich wollte mich orientieren und mir alles einprägen.
    
    Da war zuerst einmal links das Hauptgebäude, was unschwer von den anderen zu unterscheiden war. Es hatte drei Stockwerke und ein hohes, ...
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