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Die Burg Kapitel 03
Datum: 08.06.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... Fenstern, nicht dazu taugten. Sie dienten mehr der Luftzufuhr, als alles andere. In der Mitte des Turmes war ein einziger Raum, mit einer Klappe in der Mitte. Ich hatte davon gehört aber noch nie eines gesehen. Dies war das sagenumwobene Angstloch. Darunter lag oft ein Rundgewölbe, dessen Spitze dieses Loch bildete. Hier konnte man nur mit einer Leiter oder Seilwinde herunterkommen, normalerweise hatte dieses Kellergewölbe keinen eigenen Zugang nach außen. Neugierig, wie ich war, ging ich zu der Klappe und hob sie hoch. Darunter kam ein tiefschwarzes Loch zum Vorscheinen, und als ich vorsichtig hinuntersah, konnte ich keinen Boden erkennen. Dafür war es zu dunkel. Hierfür hätte ich eine Taschenlampe gebraucht, aber die hatte ich nicht dabei. Also konnte ich nicht erkennen, wie tief dieser Raum war. Ich schloss die Klappe und stieg die erste Treppe hinauf, die durch den ersten Zwischenboden brachte. Daraufhin kam eine zweite Treppe, nach dem gleichen Prinzip, eine dritte Treppe schloss sich an. Diese stieg ich hoch, gelangte an eine Falltür, die ich nicht hochdrücken konnte. So sehr ich mich anstrengte, sie gab keinen Millimeter nach. Das war schade, weil ich mir ausgerechnet hatte, dass auf der Höhe, des nächsten Raumes, die Lichter geschienen haben müssen, die ich meinte, gesehen zu haben. Aber da ich nicht dorthin gelangen konnte, würde ich danach fragen, denn auch auf dem Bergfried waren mindestens zwei Zinnen defekt. Also stieg ich die Treppe herunter und ...
... sah aus einem der Fenster. Hier konnte man bereits besser heraussehen, da hier die Mauer wesentlich dünner war, als weiter unten. Als ich hinausschaute, meinte ich in einiger Entfernung, eine Ruine zu sehen, zumindest ragten Mauerreste über die Wipfel weniger Bäume hinweg. Es musste ebenfalls eine Burg oder Ähnliches gewesen sein. Ich würde Conlin danach befragen. Er wusste sicher, was es damit auf sich hatte. Wenig später stand ich in der Mitte des Burghofs. Alles in allem, gab es einiges zu tun, aber nicht zu viel, dass ich es nicht hinbekommen könnte. Der allgemeine Zustand war recht gut, obwohl es aussah, als wenn schon lange nichts mehr daran gemacht worden war. Zufrieden ging ich auf das Haupthaus zu, um mit Conlin zu sprechen. Er war mein erster Ansprechpartner. Frau Gräfin wäre mir lieber gewesen, aber man konnte es sich nicht aussuchen. Die große, schwere Tür, die ins Hauptgebäude führte, war nicht abgeschlossen. Warum auch, wer es schaffte, am großen Tor vorbeizukommen, ohne es benutzen zu müssen, der würde es auch bei abgeschlossener Tür des Haupthauses schaffen. Innen überrascht mich der erste Eindruck des Gebäudes. Ich hätte nicht gedacht, dass es so groß wirken könnte. Hinter der Tür öffnete sich gleich ein Saal, an dessen Ende eine doppelte Treppe rechts und links hoch führte und im ersten Stock endete. Im Erdgeschoss gingen zwei Türen nach links und eine Doppeltür nach rechts ab. Ansonsten war dieser Vorraum oder Saal schmucklos. Lediglich ...