1. Die Burg Kapitel 03


    Datum: 08.06.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor

    ... worden. Also machte ich mir keine Sorgen darüber.
    
    Sorgen macht ich mir darüber, wie ich bei dem Essen, in ein paar Wochen aussehen würde, selbst an diesem Abend gab es einen Gaumenschmaus.
    
    Gegrillte Forelle mit einer leichten Senfsoße, dazu Bratkartoffeln, abgeschmeckt mit Dill und Frühlingszwiebeln. Extra in einer kleinen Schale, wurde ein grüner Salat mit einer feinen, Essig und Öl Soße gereicht, wobei eine leichte Note von Zitrone zu bemerken war. Einfach lecker.
    
    Sicher, kein Gericht mit viel Fett, aber die Menge macht es aus und die war enorm. Es war fast peinlich, wie viel ich davon verdrückte. Jetzt konnte ich mir gut vorstellen, warum der Wirt aussah, wie es aussah. Bei dem Essen musste man aus der Form laufen.
    
    Eine Stunde später, ließ ich mich pappsatt zurücksinken und nippte an dem dargebotenen Wein.
    
    Nein, besser konnte es mir nicht gehen.
    
    Bevor ich mich zur Nachtruhe zurückziehen wollte, sah ich auf das Bild mit der Burg. Dabei bemerkte ich etwas Seltsames. Ich hätte schwören können, dass die Zinne, die ich heute aufgebaut hatte, auf dem Bild zuvor, defekt abgebildet gewesen war. Jetzt sah sie genauso aus, wie die Burg sich nach der Reparatur zeigte.
    
    Doch ich vermutete, ...
    ... dass ich mich getäuscht hatte, getäuscht haben musste. Anders konnte es nicht sein.
    
    Gut gesättigt stand ich auf und schleppte mich mit dickem Bauch in mein Zimmer. Hier fiel ich auf das Bett, ohne irgendwelche Sicherheitsmaßnahmen anzubringen. Gegen jemanden etwas zu tun, der in der Decke verschwinden konnte, war es sinnlos.
    
    Ich lag also auf dem Bett und überlegte, was ich machen könnte. Ich konnte schlecht zum Wirt gehen und ihn darum bitten, einen Geisterjäger zu ordern. Dabei dachte ich an die Ghostbusters aus den Filmen und musste grinsen.
    
    Vielleicht wäre es wirklich besser, mich auf der Burg einzuquartieren. Immerhin wäre ich direkt am Arbeitsplatz und müsste nicht zur Burg hoch. Auf der anderen Seite entging mir vielleicht dieses überaus gute Essen in der Wirtschaft. Das wäre bedauerlich.
    
    Alles hatte seine Vor- und Nachteile.
    
    Ohne Ergebnis auf meine Frage, rollte ich mich mit meinem fetten Bauch vom Bett und trabte ins Bad, mich bettfertig zu machen. Ich war müde und hoffte, diese Nacht mehr Schlaf zu bekommen.
    
    Wenig später war ich zurück, entkleidete mich, schob meinen Körper unter die dicke Decke und sah einen Moment an die Decke. Dann machte ich das Licht aus und meine Augen zu. 
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