1. Ein Tag in Grooteburg 05


    Datum: 24.06.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byLilly_Maus

    ... schnell wächst, wo es Ehepaare gibt, sondern dass die Gene das Entscheidende sind."
    
    „Aha, so so, und was haben sie dann so wichtiges studiert?"
    
    „Na, ich weiß nicht, ob man das als Studium bezeichnen kann, aber ich habe meinen Master in Rechnungswesen gemacht. Und außerdem habe ich sehr oft Weiterbildungskurse absolviert. Denn nichts bleibt so, wie es ist."
    
    „Bravo, das hat sie doch ganz gut gemacht", sagte Britta lachend.
    
    „Aber es ist doch so, dass sie, ich meine, wenn sie Eberhard heiraten, ihnen die halbe Firma gehört. Immerhin ein ganz schöner Zugewinn!"
    
    „Das ist nicht wichtig für mich. Für mich ist entscheidend, dass wir beide uns lieben. Wir gehören zusammen, wir sind nicht ein Duo, wir sind Eins."
    
    „Tja, das sagt sich so leicht. Und ich möchte nur nicht, dass mein Sohn einen Fehler macht. Und plötzlich ist alles, was er erarbeitet hat, futsch!"
    
    Monika merkte schon, dass das Gerede um sie ging. Irgendwie mochte er sie nicht. Vielleicht lag es auch daran, dass er schlechte Erfahrungen seines Sohnes noch im Kopf hatte. Wer wusste das. Aber sollte er nicht erst einmal wissen wollen, was sie für ein Mensch war?
    
    „Ach ja, einen Fehler macht. Sie meinen damit aber nicht den Fehler, den sie gemacht haben?"
    
    „Wie, was meinen sie denn?"
    
    „Ich meine die Sache, die nach der Wende gewesen ist. Man hatte nie herausbekommen, was sie gespielt haben. Man wusste nur, dass sie einen Fehler gemacht haben. Nun gut, das ist ihre Sache, aber was mich betrifft, da ...
    ... sollte sie doch lieber sagen, dass sie mich erst einmal kennen lernen sollten. Dann könnten sie immer noch entscheiden, was sie wollen. Wenn ich dann nicht kompetent bin oder Fehler gemacht habe, so werde ich es auch zugeben und Eberhard verlassen."
    
    Herr Herzog blieb ganz ruhig, ja, er blieb schweigsam, und er schien zu überlegen. Es dauerte sehr lange.
    
    Dann stand er auf, hob sein Glas und meinte: „Monika, du gehörst zu unserer Familie. Sei willkommen. Ich heiße Joachim!"
    
    Alle klatschten und hoben auch ihr Glas. Nun wurde weiter gegessen, geredet und gelacht. Der Kreis um die Familie Herzog wurde um eine Person größer.
    
    Als Eberhard mit seiner Lieben auf der Terrasse stand, meinte er liebevoll: „Das hast du ganz hervorragend gemacht. Das hätte ich nicht besser machen können. Und nun bist du ein Teil unserer Familie."
    
    Und wieder umarmten und küssten sie sich.
    
    Es wurde ein langer Abend. Ein Jeder erzählte etwas aus seinem Leben, wenn es ging, musste es etwas Lustiges sein. Aber auch etliche spannende Geschichten aus der DDR-Zeit wurden den Teilnehmern zum Hören erzählt. Natürlich musste auch Monika etwas erzählen, was sie erlebt hatte. Sie wusste allerdings nicht viel, so erdachte sie einiges dazu und alle fingen an zu lachen. Vielleicht auch, wie sie es erzählte. Es wurde aber auch beim Erzählen getrunken. Joachim hatte fantastische Weine und Schnäpse, die er allen anbot.
    
    Zuletzt mussten Eberhard und Monika ein Taxi rufen, um nach Hause zu fahren.
    
    Sie ...