1. In Extremo 02


    Datum: 06.10.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: by3lric

    "Und was machen wir zwei Hübschen bis heute Abend?", fragt Margot, an die geschlossene Tür gelehnt.
    
    "Bei dieser Hitze? Wie wäre es mit einfach nur... Gar nichts?", antworte ich und betrachte sie ganz unverhohlen. Diesmal mit dem Blick des Jägers. Ihr Kopf endet an meinem Kinn, kleine Brüste, etwas zu breite Hüften und Oberschenkel, schmale Lippen, die ihrem Gesicht ein leicht verkniffenes Aussehen verleihen. Und wie ich schon wusste, der Hintern ist auch etwas ... voluminös. Nein, keine Schönheit, aber wie ich anfangs erwähnte, bestimmt nicht hässlich. Und jemand wie ich stellt keine Ansprüche.
    
    Ich weiß wie es klingt ... Macho auf Mitleidstour.
    
    Wir beschließen, uns auf der Terrasse im Schatten des Sonnenschirms einen faulen Tag zu machen. Eigentlich ist Schlossbesichtigung geplant gewesen, aber mir ist es nur recht. In dieser Hitze herumlaufen und Horden von Touristen um sich zu haben, ist eh nicht so mein Ding.
    
    Ich gehe unter die Dusche und lasse lauwarmes Wasser auf mich prasseln. Ich denke kurz an Margot und wie sie an der Tür lehnt, mich mit diesem gewissen Blick betrachtend ... und werde steif. Ich überlege kurz, ob ich mir mit der Hand Erleichterung verschaffe und muss auflachen. Da erwartet eine Frau etwas mehr als einen Nachmittag auf der Terrasse und ich denke ans wichsen. Todesmutig drehe ich das heiße Wasser ab und der kalte Schauer lässt meine Männlichkeit in Windeseile schrumpfen.
    
    In Shorts und mit nacktem Oberkörper hole ich ein Buch und ein großes Handtuch aus meiner Tasche. Dann krame ich in meiner Jeans nach dem Geldschein, den Peter mir gegeben hat, bevor ich mich zu Margot auf die Terrasse geselle. Sie räkelt sich auf einer Gartenliege, daneben ein kleines Tischchen mit 2 vollen Gläsern Eistee und einem wacklig aussehenden Plastikstuhl, der für mich gedacht ist. Außerdem steht er nicht unter dem Sonnenschirm sondern in der prallen Sonne.
    
    'Kleine Rache' denke ich und lächle gutmütig.
    
    Sie trägt einen schlichten, sehr konservativen schwarzen Badeanzug, der viel verbirgt aber auch Neugier erweckt auf das, was er verbirgt. Ihr Gesicht wird von einer riesigen, verspiegelten Sonnenbrille verdeckt, wie sie auch Doris Day oder Sophia Loren in ihren Filmen getragen hatten. Und ich kann nicht erkennen ob sie mich betrachtet. Netter Trick. In ihrem Schritt schaut kein Härchen heraus, was zu der Zeit keine Selbstverständlichkeit ist.
    
    Ich streiche mit einem Finger den 50 Euro Schein glatt und schiebe ihn unter ihr Glas. Sie hebt die Brille an und schaut erst auf den Schein, dann zu mir.
    
    "Tsts ... Du weißt doch, ich schlucke nicht", sagt sie trocken. Ich lache laut auf. Immer wieder vergesse ich ihren trockenen Humor. Auch sie schmunzelt. Ich erzähle ihr, dass ihn mir Peter gegeben hat und was er gesagt hat.
    
    "Nett von ihm", ist ihr Kommentar. Sie sieht mich an. "Wenn Dir das selbe einfällt gibt's mächtigen Ärger, Schätzchen!"
    
    "Iwo. Du weißt doch, Geld habe ich genug ... nötig", beschwichtige ich sie. Natürlich ...
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