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Alles Nicht So Einfach
Datum: 11.05.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byHotFifi
... mehr." Halbwegs versöhnt verabschiedeten sie sich. ------- Sebastian hatte keine Glatze, aber die Haare am Oberkopf wurden schon schütter. Er schnitt sie seit Ewigkeiten selbst, wozu gab es Haarschneider? 8 mm im Nacken, 20 mm darüber und an den Seiten, 40 mm am restlichen Hinterkopf und oben, gerade lang genug, damit sie nicht hochstanden. Die Übergänge beherrschte er bereits im Schlaf. Manchmal dachte er darüber nach, sie länger wachsen zu lassen, damit die Kopfhaut weniger durchschien, aber so wichtig war es ihm dann doch nicht. Er schwamm viel und in dieser Länge trockneten sie schnell. Auch jetzt war er auf dem Weg ins Schwimmbad. Als Teenager war er bei den Jugendstaatsmeisterschaften mitgeschwommen und hatte immer vordere Plätze belegt, doch für eine Sportlerkarriere hatte sein Talent nicht gereicht, auch wenn seine Mutter immer noch der Meinung war, es wäre nicht am Talent, sondern am Ehrgeiz gescheitert. Ihm war es egal, das Ergebnis war dasselbe. Beim Betreten der Umkleidekabine läutete sein Telefon. Unbekannte Nummer. „Taxi Sebastian Quinn?", meldete er sich höflich. „Hallo! Hier ist Svenja Unteregger. Sie haben mir vor ein paar Tagen vor der Karmeliter-Bar Ihre Karte gegeben. Ich brauche morgen um 11.15 ein Taxi zum Bahnhof." Sebastians Puls raste und er musste sich Mühe geben, ruhig zu klingen. „Moment, ich schaue nach." Er tippte auf seinen Terminplaner. „Ich habe davor eine Fahrt, wo soll ich Sie denn abholen?" Sie nannte ihm eine Adresse. ...
... „Ja, gerne, das geht sich mit dem vorherigen Fahrtziel problemlos aus. Dann also bis morgen. Schönen Nachmittag!" „Sehr gut. Danke, ebenfalls!" Sie legten auf. Er würde ganz sicher einen schönen Nachmittag haben, immerhin würde er ihn in Vorfreude auf den morgigen Tag verbringen. Als er die beginnende Erektion spürte, fragte er sich, ob ein paar Bahnen mehr sie vertreiben konnten oder ob er doch lieber kalt duschen sollte, um nicht aus dem Bad geworfen zu werden. ------- Überpünktlich holte er Svenja am nächsten Tag ab. Er hatte schlecht geschlafen und war immer wieder hochgeschreckt, weil er geträumt hatte, zu spät zu kommen. Es war ein schöner Tag und seine Kundin noch nicht da, daher stieg Sebastian aus, streckte sich und blieb dann neben der Beifahrertür am Gehsteig stehen. Als Svenja aus dem Haustor trat und ihn erblickte, sah sie ihn sich zum ersten Mal genauer an, um Claudia berichten zu können. Wie sie es geahnt hatte, war der Mann überhaupt nicht ihr Typ. Zu groß, zu schlank, zu hell. Glatze hatte er keine, aber viel fehlte nicht, daher waren ihr die hellbraunen Haare im Zwielicht des Taxis nicht in Erinnerung geblieben. Er überragte sie um Haupteslänge und hatte auch nicht die vierschrötige Figur, die sie bevorzugte. Wobei -- schlecht sah er nicht aus, wenn sie ehrlich war. Sie grüßte freundlich und lachte über seinen überraschten Gesichtsausdruck. „Ja, passt schon, ich bin die richtige Kundin!" Sebastian riss sich zusammen und öffnete ihr die ...