1. Alles Nicht So Einfach


    Datum: 11.05.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byHotFifi

    ... hintere Tür. Nach dem Einsteigen sah er sie noch einmal im Rückspiegel an. Blonde Langhaarperücke, keine Brille, stark geschminkt. Oder waren das ihre Haare und die dunklen die Perücke?
    
    Er fuhr los. „Haben Sie einen Undercoverjob?"
    
    Wieder lachte Svenja. Sebastian schloss einen Sekundenbruchteil die Augen. Irgendwann MUSSTE er sie küssen. „Wenn es so wäre, könnte ich es Ihnen kaum erzählen, oder? Aber nein, es ist nur Recherche, bei der ich nicht erkannt werden will."
    
    Recherche? Sie hatte ihm doch etwas von IT erzählt. Da war von Journalismus oder Ähnlichem keine Rede gewesen. Aber es ging ihn ja nichts an. Am Bahnhof stieg sie aus und er beobachtete, wie sie sich einen Moment suchend umsah und dann langsam Richtung Eingang ging. Plötzlich wurde sie auf einen von rechts kommenden, mittelgroßen, südländisch wirkenden Mann aufmerksam, der an ihr vorbeieilte und an dessen Fersen sie sich heftete. Irgendwie kam der Typ Sebastian bekannt vor, allerdings nur vage.
    
    Spätabends rief er seine beste, engste und älteste Freundin an.
    
    „Seb!? Etwas spät für einen Anruf."
    
    „Hallo, Dotty. Ich weiß. Es war nur ein Versuch. Ich war nicht einmal sicher, ob du noch wach bist."
    
    „Jetzt wäre ich es auf jeden Fall." Nach einer kurzen Pause fragte sie: „Willst du vorbei kommen?"
    
    Erleichtert atmete Sebastian aus. „Ich würde wirklich gerne mit dir reden. Ich rufe dich an, wenn ich da bin. Ich habe deinen Schlüssel nicht bei mir."
    
    „Ok."
    
    Nachdenklich beendete Dorothea den ...
    ... Anruf. Sie konnte sich nur einen Grund vorstellen, warum Sebastian so unglücklich klang. Eine Frau. Ihre Vorfreude auf diesen Besuch stieg. Nicht, dass sie ihm Liebeskummer gönnte, aber sie wollte wirklich gerne wissen, ob sie recht hatte. Sie sollte endlich ihre Neugier in den Griff bekommen.
    
    Als Sebastian bei ihr ankam, wartete er nur ein einziges Freizeichen ab und legte auf. Er wusste, dass sie ihr Telefon im Blick hatte und in wenigen Augenblicken öffnen würde. Tatsächlich. Leise drehte sich der Schlüssel im Schloss. Direkt vor dem Haus hielt ein Auto, als Dotty ihn durch die Tür zog.
    
    „Das sind die neuen Nachbarinnen, von denen ich dir erzählt habe." Sie verdrehte die Augen. Sebastian wusste, wen sie meinte. Zwei alte, aber äußerst lebenslustige Damen waren in die zweite Doppelhaushälfte gezogen. Offiziell handelte es sich um Schwestern, aber jeder wusste, dass sie ein Paar waren. Sie waren entzückend und hatten sich in der Nachbarschaft rasch eingefügt, doch leider war das Beobachten der Nachbarn ihr zweitliebstes Hobby. Übertroffen wurde es nur von der Liebe, über das Beobachtete zu schwatzen. Dorothea mochte die beiden, aber sie hatte keine Lust, am nächsten Morgen noch vor dem ersten Kaffee über den nächtlichen Besuch ausgefragt zu werden.
    
    Leise ging Sebastian hinter Dorothea her in die Küche und schloss vorsichtig die Tür hinter sich. Erschöpft von der tagelangen Grübelei setzte er sich auf einen der Stühle und lehnte sich zurück.
    
    „Was willst du trinken? Hast ...
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