Hinter Klostermauern 03
Datum: 29.12.2018,
Kategorien:
Nicht festgelegt,
Autor: byBrillenschlumpf
... Durfte er was sagen? Oder musste er auch darüber Stillschweigen bewahren. Und wie streng würde er sich daran halten? Und diese Scham, die zu überwinden war, die Peinlichkeit sich entblößen zu sollen, wenn auch nur geistig, war andrerseits auch wirklich herrlich und aufregend. Adrenalin strömte durch ihre Adern und sie gab sich dem Kick hin. Und plötzlich wusste sie es, sie wollte die Beichte, sie wollte diese Aufregung. Wenn sie etwas erfahrener gewesen wäre hätte sie die Dinge beim rechten Namen nennen können. Die Vorstellung mit einem Mann heimlich über Sex zu reden, sich gezwungener Maßen zu entblättern, auszubreiten was sie angeblich genossen hatte, so verboten und verrucht es auch war, es machte die noch unschuldige Frau unheimlich geil. Unwissentlich kostete sie von der Droge der Demütigung, und so schön es sich anfühlte würde sie dieser Droge sicherlich verfallen, würde immer mehr davon wollen sich immer heftiger daran aufgeilen. Wo würde es hin führen?
Esther trat ein und setzte sich. Sie seufzte und begann mit den Formeln, die ihr ihre Mitschülerinnen mit gegeben hatten. Sie stammelte, dass sie gekommen wäre um Vergebung für ihre Sünden zu erlangen. „Und wie meine Tochter hast du dich versündigt?" fragte ihr Beichtvater. „Hast du mit Gedanken, mit Worten oder mit Taten gesündigt?" „Mit allem. Und ganz besonders schlimm bin ich der Unzucht anheimgefallen." An diesem Punkt schlug der Bischof vor, dass Esther nicht nur auf seine Fragen antworten sollte, sondern sie ...
... sollte es einfach erzählen. Er würde dann schon nachfragen um sich ein vollständiges Bild zu machen.
Und Esther erzählte. Sie begann mit den Vorstellungen zum Lustschwengel ihres Vaters, den sie sich immer wieder vorstellen musste. „In letzter Zeit hab ich ihn mir ganz oft vorgestellt, denn ich hab mich immer wieder gefragt, wie er mir wohl passen würde. Mama scheint er immer wieder Freude gebracht zu haben und Kinder. Ich hab immerhin noch drei Geschwister.
Ich hab auch immer wieder versucht ihn zu sehen. Nicht, dass Papa mich damit belästigt hatte, aber ich hab ihn halt unter der Dusche mir ab und zu angesehen. Papa ist nicht prüde." „Was heißt das?" „Na er versteckt sich nicht unbedingt, er sagt Sexualität ist was Natürliches. Und ich habe mit Worten gesündigt, denn nachts unter der Bettdecke haben wir uns hier im Internat Geschichten aus dem Kerker im Keller erzählt. Ich weiß ja nicht, und sie sind ja auch nicht von mir die Geschichten, aber sie sind so abgefahren. Und ich hab diese Geschichten auch erzählt." „Was für Geschichten? Worum gings da?" „Na um den Henkersknecht, der in den Kerker kommt, wenn er gebraucht wird. Immer wieder mal sind Schülerinnen ungezogen und müssen, bestraft werden. Sie werden in den Kerker gebracht und dem Henker übergeben.
Meistens werden sie irgendwo angebunden, und immer werden ihnen die Kleider von Leib gerissen." Der Bischof schnaufte schwer. „Ist was?" fragte Esther besorgt. „Nein, nein, schon gut, es ist nur deine Sünde die mich ...