1. Hinter Klostermauern 03


    Datum: 29.12.2018, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byBrillenschlumpf

    ... Hause tun?" „Herr es hat mich einfach gepackt, ich weiß auch nicht. Hast nicht du unsre Natur so gemacht?" „Ja Esther, aber etwas mehr Respekt hätte ich mir schon gewünscht." Esther betete und weinte und sie schämte sich ganz fürchterlich. „Herr ich schäme mich so!" gestand sie. „Ich sehe es. Es ist schon gut."
    
    Esther vertiefte sich wieder in ihre Gebete. Als sie die Kirche verließ war ihr als lächle ihr der Gekreuzigte milde zu. Und sie verstand was es bedeutete milde zu lächeln. Esther nahm sich ganz dringend vor mit ihrem Vater über die Beichte zu sprechen. Was hatte dieser Luther sich nur dabei gedacht. Es war ein so schönes Gefühl, das sie hatte erleben dürfen. Andrerseits war da auch, und diese Möglichkeit bot ihr die katholische Kirche nicht, der starke Wunsch es dem Vater gleich zu tun und bei der Berufswahl in seine Fußstapfen zu treten. Auch darüber musste sie mit ihrem Vater sprechen. Er würde ihr sicher helfen können.
    
    Ihre Freundinnen bedrängten sie, als sie aus der Kirche kam. Esther hüllte sich in Schweigen, dabei war ihr völlig egal, was sie von ihr denken mochten.
    
    Dann kam das Abendessen. Die meisten der Mädels schnatterten wild durcheinander. Dabei war natürlich der Bischof das erste Gesprächsthema. Einige hatten das Glück gehabt bei ihm beichten zu dürfen, die waren natürlich besonders stolz. Der Bischof hatte sich als verständnisvoll aber streng erwiesen. Natürlich war auch die Unterkunft des hohen Herrn eine Besprechung wert. Viele fanden, dass ...
    ... sie sehr gern im Turmzimmer wohnen würden. Na ja waren alles junge Dinger und mussten sich keine Gedanken machen über die Turmtreppen. Die weiter dachten hatten dann doch Bedenken, denn es war bekannt, dass dort oben auf dem Turm zwar die Aussicht herrlich war, aber die Toilette weit weg.
    
    Da gab es dann Mutmaßungen und Gerüchte. „Die Mutter Oberin hat dem Gast natürlich einen Nachttopf zur Verfügung gestellt!" sagte Abigail. „Ach und woher willst denn du das wissen?" „Na ich hab ihn zu bedienen!" Und die Mädels kicherten Die in nächster Nähe eher versteckt die anderen dies grade noch gehört hatten lauter. „Hast gehört?" raunte Ruth ihrer Freundin Traudi zu. „Schwester Abigail bedient den Nachttopf des Bischofs!" Und in den Gehirnen ratterten die Rädchen. „Ach wie bedient sie denn den Nachttopf?" wurde gefragt. „Na das wird schon was sein."
    
    Natürlich fanden die Mädels dass der Spaß ganz famos war. Ruth erbot sich auch die Bedienung des Nachttopfs zu erläutern. „Wisst ihr so ein Topf ist eine ganz feine Sache. Den hast unter dem Bett stehen und wenn du in der Nacht mal grad musst, dann holst ihn raus und setzt dich einfach drauf." „Aber der Bischof mit seiner Kutte kann sich doch nicht..." „Hab ich auch nicht gesagt!" Wieder Kichern rings herum. „Ich denk mir die Sache ja auch ganz anders!" „Ah ja und wie, sag?" „Wahrscheinlich muss die Schwester Abigail dafür sorgen, dass der Topf in der richtigen Höhe ist. Ich denk mir, dass der Herr Bischof sie hat im Zimmer hinknien ...