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Thao 22
Datum: 18.02.2021, Kategorien: BDSM Autor: bySena78
... nahm den Helm vom Kopf und ordnete sich ihre Haare, um sie hinter ihrem Kopf zu einem Pferdeschwanz zusammenzubinden. Zwei Jungen betrachteten staunend die junge, große Frau in ihrem engen, schwarzen Motorradanzug, die ihnen mit ihren blauen Augen zuzwinkerte. Die beiden warfen sich vielsagende Blicke zu und stießen sich gegenseitig in die Rippen. Ein helles Lachen war zu hören, einmal drehten sie sich noch um, doch die Motorradfahrerin war schon auf dem Weg zu einem der kleinen Reihenhäuser am Straßenrand. Rikes Häuschen war nicht schwer zu finden gewesen. Die vielleicht fünfzigjährige Wirtin hatte es von ihrer Großmutter geerbt, wodurch sie dem Hafenviertel zumindest mit einem Bein entkommen hatte können, wie sie es Xena gegenüber zum Ausdruck gebracht hatte. Sie hatten sich gut miteinander verstanden, wenngleich die Barbesitzerin zunächst sehr verhalten auf die Blondine reagiert hatte. Was hatte auch solch ein Frauenzimmer in ihrer Gegend verloren? Ihr erster Gedanke war Polizei, doch nachdem das Mädel ein Bier bestellt hatte, schwanden Rikes Zweifel zusehends. Gäste waren keine im Lokal, was den beiden Frauen ganz gelegen kam. So hatten sie sich in aller Ruhe miteinander unterhalten können. Xena hatte sich das Hafenviertel erbärmlich vorgestellt, aber es war noch schlimmer, als sie befürchtet hatte. Dreckig und verwahrlost ragten große Mietskasernen in den Himmel, unpersönlich und eher wie Ställe wirkend, denn wie Wohngebäude. Gruppen von Jugendlichen standen ...
... an den Straßenecken, hockten auf Parkbänken oder gammelten an den wenigen Spielplätzen herum. Xena war schockiert, das Klischee des Gettos war hier Realität. Sie löste sich aus dieser Erinnerung und sah in den kleinen Vorgarten, der, mit vielen bunten Blumen bepflanzt, sehr einladend wirkte. Sie öffnete die Pforte in dem grünen Maschendrahtzaun und ging zu der weißen Haustür, um zu klingeln. „Rike ist nicht da. Wenn Sie Post haben, werfen Sie die in den Kasten!" Xena erkannte Lenas Stimme sofort wieder. „Ich bin es! Xena!" Hinter der Tür wurde es still. „Ich kenne Sie nicht. Sie müssen sich in der Tür geirrt haben." Xena atmete tief durch. „Lena! Karl würde gerne mit dir sprechen. Er macht sich Sorgen um dich." Wieder blieb es einem Moment ruhig hinter der Tür. Xena fürchtete schon, dass Lena sich von ihr entfernt hatte und wollte erneut klingeln, als sie deren Stimme hörte. „Was will er von mir? Mir vorwerfen, dass ich seine Nervensäge getötet habe?" Lenas Stimme verlor ihren selbstbewussten Ton und klang nun brüchig. „Lass mich rein, Lena! Wenn du ihn nicht treffen magst, kann ich immer noch gehen. Aber ich glaube, euch beiden würde ein Gespräch gut tun." „Verpiss dich doch, du Sadomasohure!" Xena schluckte. Dafür hätte das dürre Weib eigentlich die Fresse voll verdient. „Mach auf, Lena! Ich weiß, dass es dir scheiße geht. Rike hat es mir erzählt." Lena blieb aggressiv und unnahbar. „Und? Was ist daran neu? Mir geht es mein ...