1. Thao 22


    Datum: 18.02.2021, Kategorien: BDSM Autor: bySena78

    ... ganzes verkacktes Leben schon so, ohne dass dich Kuh das interessiert hat. Also? Warum jetzt? Damit Karl seinen Frieden findet, oder? Ich bin dir doch, verdammte Scheiße noch mal, total egal! Geh zu Deinen Liebchen, Xena! Lass mich in Ruhe und sag dem Karl, dass er sich nichts vorzuwerfen braucht. Die Lena ist schuld! An allem!"
    
    Die Domina seufzte.
    
    „Lass mich rein, Lena! Bitte!"
    
    Xena wartete einige Minuten, doch das Mädchen ließ die Tür verschlossen. Erst als sie sich zum Gehen wandte, öffnete sie sich.
    
    „Warte!"
    
    Die große Frau drehte sich zu dem Mädchen um, das jetzt hinter ihr in der Tür stand.
    
    „Ich weiß nicht, warum Rike dir verraten hat, wo ich bin. Aber ich möchte noch ne Weile hier wohnen bleiben und deshalb hoffe ich, dass du mir das nicht kaputtmachst."
    
    Sie trat aus der Tür und ließ Xena an sich vorbei in das kleine Häuschen.
    
    „Dort rechts! In die Küche!"
    
    Xena überhörte den Befehlston in Lenas Stimme.
    
    „Du kannst dir einen der Stühle nehmen! Ich biete dir keinen Kaffee an, du gehst ja gleich wieder. Richtig?"
    
    „Weißt du, ich bin eigentlich sonst immer ganz schnell damit, anderen Menschen wehzutun, die mich provozieren. Aber bei dir, Lena ... dir ist es noch beschissener ergangen, als mir."
    
    Lena verdrehte die Augen.
    
    „Was willst du Tante schon wissen? Komm, Xena! Geh einfach wieder! Vergiss, dass du mich gefunden hast, und sag Karl, dass ich weg bin. Ich komm schon klar und er wird das auch. Irgendwann zumindest."
    
    „Hast du Simon ...
    ... gemocht?"
    
    Das hagere Mädchen blickte Xena erstaunt an.
    
    „Gemocht?"
    
    Sie schien über die Bedeutung des Wortes nachzudenken.
    
    „Ich denke schon. Er war mir jedenfalls nicht egal. Sonst es hätte es nicht so wehgetan, ihn tot zu sehen."
    
    „Und vorher? Hattest du keine Gefühle für ihn?"
    
    Lena hob ihre Schultern. Sie schien sich diese Frage schon selbst gestellt, aber keine zufriedenstellende Antwort darauf gefunden zu haben.
    
    „Wenn wir zusammen waren, ging es mir ganz gut. Er war nett zu mir. Zumindest im letzten Jahr."
    
    „Habt Ihr miteinander geschlafen?"
    
    Lena warf der Blondine einen giftigen Blick zu.
    
    „Hat dir das die Punkerschlampe erzählt?"
    
    „Ja! Das weiß ich von Thao."
    
    Xena warf Lena einen mitleidigen Blick zu. Das hagere Mädchen wollte etwas entgegnen, aber die Frau im schwarzen Overall hielt sie mit einer energischen Handbewegung davon ab.
    
    „Du hältst jetzt die Fresse, Lena!"
    
    Lena schwieg, sie wollte eine Eskalation vermeiden, schon allein wegen Rikes Nachbarn.
    
    „Warum also, Lena?"
    
    „Ich hätte ihm nichts anderes zurückgeben können."
    
    Für einen Moment blieb Xena der Mund offen vor lauter Staunen.
    
    „Was starrst du mich jetzt so blöde an? Simon hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass es ihm vor allem darum ging. Er hat oft wegen seiner Jungfräulichkeit geklagt, denkst du, ich habe nicht verstanden, was er mir damit sagen wollte? Ich habe nicht geglaubt, dass er mich wirklich lieben könnte. Er schien so egoistisch zu sein, wie jeder andere ...
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