1. Thao 22


    Datum: 18.02.2021, Kategorien: BDSM Autor: bySena78

    ... tief und fest geschlafen. Er brauchte einen Moment, um sich zu orientieren, suchte seine Brille und sah dann zu der Seite hinüber, wo das zweite Bett stand.
    
    „Karl! Freut mich, dich kennenzulernen."
    
    Die Blicke der beiden jungen Männer trafen sich.
    
    „Du kommst mir bekannt vor, Karl. Irgendwoher kennen wir uns, kann das sein?"
    
    Karl mustere den Fremden. Er trug eine kurze Stiftelfrisur mit geschorenen Seiten, einen kurzen Vollbart und hatte eine, für europäische Verhältnisse ziemlich deformierte Nase.
    
    „Auf welche Schule bist du denn?"
    
    Patrick grinste.
    
    „So jung bin ich nicht, Karl. Hatte ne Lehre angefangen, aber die vertrug sich nicht recht mit meinen Lebenswandel, wie es scheint."
    
    „Du hast schön öfters hier gelegen, kann das sein? Woher hast du die ganzen Narben im Gesicht?"
    
    Patrick suchte sich eine bessere Liegeposition, er schien ziemlich starke Schmerzen zu haben.
    
    „Sagen wir es so. Ich habe schon zwei Antiaggressionstrainings hinter mir, hunderte von Sozialstunden, zwei Jahre Jugendknast und noch ein paar andere Kleinigkeiten mehr. Hättest dir also keinen besseren Zimmergenossen aussuchen können."
    
    Karl sah sich den Typen genauer an. Nein! Er kannte ihn wirklich nicht.
    
    Patrick lag wegen eines Rippenbruchs im Krankenhaus, wie er erzählte. Sie war ihm vor einigen Monaten gebrochen worden und nicht richtig zusammengewachsen. Ein Gemetzel, wie er sich ausdrückte. Ein Kampf um sein Leben. Der Schläger aus dem Nachbarbett laberte und erzählte die ...
    ... ganze Zeit. In erster Linie ging es um Schlägereien und Frauen, in zweiter um seine abgebrochene Schulkarriere und, dass seine Mutter eine verkackte Hurenschlampe sei.
    
    „Mann, Patrick! Jetzt halt doch mal den Rand. Merkst nicht, wie genervt der Karl von dir ist?"
    
    Das blonde Mädchen lächelte dem Jungen zu. Karl hatte nicht bemerkt, dass die Krankenschwester das Zimmer betreten hatte.
    
    „Geh mir ja nicht fremd, Heike! Ich sag es dir. Wenn ich hier raus bin, dann machen wir ne Biege zusammen."
    
    Patrick machte Anstalten, ihr einen Klaps auf den Po zu geben, Heike bewies aber bemerkenswerte Reaktionsschnelligkeit.
    
    „Du weißt ganz genau, dass ich nicht mit Spacken wie dir abhänge. Sei froh, dass ich dich auf meiner Station aufgenommen habe."
    
    Karl verfolgte erstaunt das Gespräch zwischen den beiden. Er hatte schon überlegt, ob Heike Hilfe brauchen würde.
    
    „Ihr kennt Euch?"
    
    Heike nickte Patrick zu, der ein breites Grinsen im Gesicht hatte.
    
    „Sind beide im selben Viertel aufgewachsen und auch auf die gleiche Schule gegangen. Ein Arschloch vor dem Herrn, aber manchmal hat er auch seine netten Momente."
    
    In Karls Kopf rasten die Gedanken. Sofort bekam er wieder Kopfschmerzen.
    
    „Sagt mal ... die Lena, kennt Ihr die?"
    
    Heike sah Karl überrascht an.
    
    „Du meinst die, bei der man den Jungen gefunden hat?"
    
    Patrick war sofort interessiert.
    
    „War das eine Scheiße. Klar kenn ich die. Soweit ganz in Ordnung, aber ziemlich abgebrüht die Kleine. Vielleicht muss man ...
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