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Karibik (4)
Datum: 29.04.2021, Kategorien: Kunst, Autor: Anonym
... Fernsehen gesehen oder im Radio gehört. Jetzt ist sie selbst Millionärin, aber eben aus eigener Kraft. Darauf kann sie stolz sein.“ Ich schaue ihm lange in die Augen und sage dann: „Weißt du was, George: Ich sehe das ganz genau so, wie diese Gianna. Ich würde dir nämlich auch sofort Eine knallen, wenn du versuchen würdest, mich zu kaufen. Mich kriegt man nicht für Geld, genauso wenig, wie diese Gianna. Wenn sie mir wirklich so ähnlich ist, dann bin ich ihr auch in dieser Beziehung ähnlich. Ich gehöre zu Mike und dabei bleibt es auch, verstehst du? Wenn ich einmal reich werden sollte, dann will ich das auch aus eigener Kraft geschafft haben.“ George verdrückt sich eine verirrte nostalgische Rührungsträne und sagt: „Ist gut, Demmi, du hast ja Recht. Das war alles früher einmal und ich werde es am besten gleich wieder vergessen, endgültig abhaken, die ganze Sache mit Gianna. Weißt du was? Ich schenke dir die Kassette und den Recorder gleich mit dazu. Du kannst sie dir ja mal in Ruhe anhören oder sie dem Mike vorspielen… Jetzt heben wir aber immer noch dieses Problem hier…, das verdammte Ding, die Mine. “ Jetzt aber sieht Renee wieder ihre Stunde gekommen: „Wenn ich vielleicht auch einmal etwas dazu sagen darf…ich bin doch hier immer noch bei der Hafenbehörde angestellt. Wisst ihr was? Wir werfen das Ding morgen früh hier am Ausgang der Bucht ins Meer, so, dass man es ganz leicht wieder finden kann, ins flache Wasser. Dann werde ich morgen bei der Coast Guard ...
... anrufen und denen sagen, dass ich beim Schwimmen etwas ganz seltsam Rundes im Wasser gesehen habe, das sehr gefährlich aussieht. Sie werden kommen, das Ding bergen und dann irgendwo sicher sprengen. Dann ist es endlich weg und kann keinem mehr etwas tun. Was meint ihr? Das wäre doch bestimmt das Allerbeste. Und jetzt will ich schwimmen gehen, wer kommt mit?“ Damit hat sie sich auch schon mit einem Ruck den Slip heruntergezogen und steht jetzt herausfordernd nackt vor uns. Das gibt es doch gar nicht! Mir ist es noch nie passiert, dass ich die Letzte in einer Runde bin, die noch ihre Sachen anhat. Weg damit, und rein ins Wasser. Die beiden Männer glotzen uns an wie zwei Grottenolme bei Mondlicht. Dabei ist es immer noch heller Nachmittag. Im Wasser sagt Renee zu mir: „Das hast du gut gemacht, Demmi, das mit dieser Gianni, das hat aber gesessen. Ich wollte, ich könnte auch so energisch sein.“ „Wenn du wirklich mit George zusammen bleiben willst, dann wirst du dass auch bald lernen müssen. Ich glaube, das ist eine harte Welt, da wird mit harten Bandagen gekämpft und ohne Rücksicht auf Gefühle. Ich kenne sie ja auch nicht, aber ich möchte lieber mein eigenes freies Leben haben, und nicht vom Geld eines Mannes abhängig sein.“ „Das werde ich schon lernen, Demmi. Hier beim Zoll, da habe ich mich als Frau schließlich auch durchgesetzt, wenn mich das auch einige ziemlich unangenehme Nächte gekostet hat. Aber jetzt fressen sie mir aus der Hand. Jedenfalls die, auf die es ...