1. Nachbarn 5 - Abendessen mit Tom ...


    Datum: 03.06.2021, Kategorien: Erstes Mal Reif Autor: AlexanderVonHeron

    Eine Woche danach musste Sabine die Stadt für einige Tage verlassen, weil sie einen Kunden besuchte. Es war wohl grotesk, dass ich fast mehr Trennungsschmerz innerlich empfand, als ich das bei Tom ortete. Meine Frau schlug nämlich vor, dass wir ihn zumindest einmal zum Abendessen einladen sollten. Denn einerseits war er ja Strohwitwer und dann sollte er obendrein der miserabelste Koch sein, es sei denn er würde einen halben Büffel auf den Grill werfen โ€“ oder wenigstens ein paar T-Bonesteaks davon.
    
    Ich wollte ja auch nicht, dass er an Pizza und Chinesenfraß ver­derben sollte, denn immerhin war er ja wirklich Teil meines Planes. Und so die Idee meiner Frau vielleicht auf die eine Art oder Weise zu verwirklichen, war auch fair genug. Immerhin schien ich ja in meinem Projekt mit Sabine schon um einiges mehr gelandet zu sein. Defacto brannte ich darauf, den Katalog der Veranstaltungen durchzusehen und endlich etwas Sinnvolles zu finden. Oder zumindest glaubwürdig in dem Sinn, dass sich nicht ein jeder wunderte, was wir uns denn anhören wollten.
    
    Ich hatte keinen echten Schlachtplan, aber es war sicherlich keine schlechte Idee, wenn sich Julia und Tom einfach näher kommen konnten, ohne dass etwas Sabine dabei war. Wie ich mich absentieren würde oder sollte, das ließ ich der Entwicklung des Geschehens über. Ich konnte ja etwa dringend in der Firma etwas zu tun haben โ€ฆ da machte ich mir deswegen keine Sorgen.
    
    Tom kam rüber โ€“ ein klein wenig verlegen, bis er anhand meiner ...
    ... Lockerheit erkannte, dass es nicht eine Falle oder auch Finte war. Ich scherzte darüber, dass ich eine neue volle Flasche Gin gerade erst gestern erstanden hatte โ€“ und ob die wohl reichen würde für einen lustigen Abend. Jedenfalls war das schon Freibrief genug, einen Schuss mehr in die Martinis zu geben oder eben Gin-Tonic und dergleichen, je nachdem wer eben was eher präferierte. Ich war ja nicht der große Fan von dieser Sorte Alkohol, aber meine Frau hatte es da doch fast so wie die uralt gewordene Queen Mum. Und die schrieb das ja auch zu einem nicht gerade geringem Teil dem Gin zu. Nun denn, dann war ja meine Frau auf gutem Wege, die 100 sicherlich zu schaffen.
    
    Beim zweiten Glas schwindelte ich, musste ich schon zugeben. Denn ich gab mir um vieles mehr Wasser in das Glas, als bei den beiden, wo ich ganz sicherlich nicht sparte. Man durfte doch nicht neidig sein โ€“ und ein wenig beschwipst entwickelten sich die Dinge doch leichter.
    
    Ich kannte ja meine Frau, dass diese dann doch den einen oder anderen Schritt über ihren eigens gesetzten moralischen Limes gehen würde. Also warum denn nicht โ€“ schauen wir mal, was sie da noch entwickeln konnte.
    
    Natürlich sahen die Drinks ident aus, aber ich wollte nun Julia und Tom vor allem ein wenig angeheitert sehen, während ich nüchtern blieb. Immerhin war ich ja der Zeremonienmeister, um es mal so zu nennen. Wobei aber immer noch nicht so klar war, wie sich denn diese Zeremonie äußern würde.
    
    Tom und Julia saß am Barhocker an jener ...
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