1. Spielt diese Geschichte wirklich im 19.Jahrhundert? Ist sie wahr oder erfunden?


    Datum: 10.07.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Weltensegler

    ... war Heiners Hand. Nun ja nicht mehr bewegen, sonst wacht er auf und merkt sofort, was er da in der Hand hat.
    
    Ich bin dann doch noch wieder in einen leichten Schlaf gefallen. Geträumt habe ich da, dass mir Heiner seine Hand auf meinen Busen legen würde und mich ganz zart streichelt. Auch über die Brustwarzen strich er immer wieder.
    
    Ach war das schön. Könnte ich doch bloß eine Frau sein, dachte ich. Dann könnte er noch viel mehr streicheln und auch sehen wie ich ohne die schlabberigen Klamotten aussehe.
    
    Ob er mich dann wohl lieben könnte? Dabei wurde mir klar, dass ich ihn schon lange lieben würde.
    
    Ganz unbewusst kuschelte ich mich immer enger an ihn. Als er sich umdrehte, war ich furchtbar enttäuscht.
    
    Nun war ich endgültig wach. Ich versuche mich an ihm vorbeizuschlängeln. Ich musste aus seiner Nähe kommen. Wer weiß, was ich sonst gemacht hätte. Jedenfalls alles das, was mir meine Eltern verboten hatten.
    
    Ganz vorsichtig bin ich dann raus aus dem Schlafsack. Schlafsack ist eigentlich übertrieben, es waren eigentlich nur Decken, die Heiner so zusammgefreht hat, als wenn es einer wäre.
    
    Das Feuer glimmte noch, so konnte ich schon einmal Kaffee kochen. Einige trockene Zwieback fand ich auch noch.
    
    Da kam Heiner auch schon ans Feuer. Ei, riecht das hier gut. So gut möchte ich es immer haben, wenn ich aufstehe.
    
    Das ist kein Problem,antwortete ich. Ich stehe gerne vor dir auf.
    
    Das glaube ich dir sogar. Nur neben mir schlafen darfst du nicht ewig. Das ...
    ... darf nur eine Frau. Eigentlich schade, dass du keine bist. Dann würde ich mich sogar in dich verlieben.
    
    Mein Herz machte dabei ein so großen Sprung, dass ich beinahe umgekippt wäre. Heiner sprang sofort auf, um mich aufzufangen. Zu meinem Glück fasste er nur meine Hände.
    
    Die schaute er sich genauer an. Sag mal, wieso hast du so schmale Hände. Das sind doch keine Männerhände. Von diesen Händen möchte gestreichelt werden. Nur, du bist ja keine Frau.
    
    Da kamen mir doch die Tränen. Ja, wenn ich eine Frau wäre, hätte ich mich schon lange in dich verliebt. So ist es wohl doch eine Sünde.
    
    Schluss, meinte Heiner da. Über so etwas sollten wir gar nicht nachdenken. Nun lasse uns arbeiten. Ich ziehe mir etwas über und dann werden wir erst einmal Wasser suchen. Gar nicht weit weg, fanden wir ein kleines Rinnsal mit ganz klarem Wasser. Super, dann ist dies Problem schon mal gelöst.
    
    Nun suchen wir, ob wir nicht etwas Essbares finden. Auch da hatten wir wieder Glück. Es gab da eine Hecke, an der ganz viel Früchte hingen. Heiner schien sie alle zu kennen. Bei zweien sagte er: Die sind giftig, iss die bloß nicht. Alle anderen waren tatsächlich essbar.
    
    Auch essbare Wurzeln fanden wir bald. Nun noch ein Gewehr um einen Hasen oder so etwas zu schießen, dachte ich gerade. Da meinte Heiner schon. Ich baue mir einen Bogen und Pfeile dazu. Das habe ich als Kind oft genug gemacht. Das hörte sich so zuversichtlich an, das ich meine Angst vor der Zukunft ganz vergaß. Im Gegenteil. Nun ...
«12...101112...21»