1. Spielt diese Geschichte wirklich im 19.Jahrhundert? Ist sie wahr oder erfunden?


    Datum: 10.07.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Weltensegler

    ... er es garantiert bezahlen.
    
    Auch meine Frau kommt aus gutem Hause, wenn du auch da ein Lösegeld einforderst, bist du reich und brachst nie wieder auf Kaperfahrt gehen.
    
    Nun war der Blick von diesem Piraten nicht mehr geil, sondern einfach nur gierig.
    
    Er fragte dann nach unserem Namen. Als ich ihm sagte, wer ich bin, wurden seine Augen noch größer. Da haben wir ja einen noch größeren Fang gemacht, als ich gedacht habe, meinte er da.
    
    Da gibt es doch noch den Grafen von Schniedel. Der hat einen großen Finderlohn für den ausgesetzt, der sein Weib findet und unbeschadet zurückbringt.
    
    Ha, ist das ein Tag. Zuerst verkaufen wir den Kerl an seinen Vater, dann die Frau an den Schniedel.
    
    Vor lauter Angst, vor dem, was da auf mich zukommen sollte, fing auch ich an zu reden.
    
    Meinst du nicht, dass es besser ist, erst mich an meinen Vater zu verkaufen. Das nur zum Schein. Du nimmst mich dann einfach wieder mit. Dann meinen Mann an seinen Vater. Wenn du das Geld von ihm hast und meinen Mann freigelassen hast, bringst du mich zu dem dicken Schniedel. Dieses Geld sollten reichen um dein Leben lang in Saus und Braus zu leben.
    
    Er überlegte, lange Zeit, dann machen wir das so. Machen wir es andersherum, wird meine Mannschaft bestimmt meutern und das Geld unter sich aufteilen wollen.
    
    Er zeigte uns eine winzige Kammer, in der wir mit den Kindern bleiben sollten, bis wir in der Nähe unserer Heimat ankommen würden. Vergiss nur nicht, dass wir gesund ankommen müssen. Auch ...
    ... verhungert dürfen wir nicht aussehen, sonst bekommst du nichts.
    
    Da werdet ihr recht haben, meinte er da. Ich sorge selbst dafür, dass sie nicht passiert.
    
    Nun waren wir wieder tagelang unterwegs. Oft saßen wir vier zusammen, hielten uns in den Armen und trösteten uns gegenseitig.
    
    Gesagt habe ich es nicht, doch hoffte ich, dass mein Vater zu Hause sein möge. Der wird uns dann schon retten.
    
    Endlich angekommen, schickte der Käptn einen Matrosen zu meinem Vater um mit ihm einen Treffpunkt zu vereinbaren. Heiner hatte einen Stift und auch ein Blatt Papier gefunden. Darauf schrieb er das, was der Pirat vorhatte. Auch wo seine Eltern wohnten. Wenn es meinem Vater möglich sein wird. Solle er uns doch da erwarten und uns retten.
    
    Der Piratenkapitän hatte seine Bedingungen auch aufgeschrieben. Heimlich gelang es Heiner, seinen Brief unter den Brief des Piraten zu kleben. So, dass es dem Matrosen gar nicht auffallen konnte. Er konnte ja weder lesen noch schreiben.
    
    Nun ging die Warterei wieder los. Einen Tag später als erwartet, kam der Matrose zurück. Bei ihm waren zwei von unseren Knechten, die eine schwere Kiste schleppten.
    
    Was habt ihr denn darin, wurden sie von allen Seiten gefragt. Holt euren Kapitän, nur dem dürfen wir es sagen. Als der endlich kam, verrieten sie ihm, dass darin das ganze Lösegeld sei. Er solle nun auch sein Wort halten und sie Tochter freigeben.
    
    Der Mistkerl, dachte gar nicht daran, mich laufen zu lassen. Er wollte ja noch das Geld vom Schniedel ...