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Spielt diese Geschichte wirklich im 19.Jahrhundert? Ist sie wahr oder erfunden?
Datum: 10.07.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Weltensegler
... ja auch, kam es von dem Kerl. Er lässt dich ja in Ruhe. Das heißt doch noch lange nicht, dass du keinen Schwanz in deine Möse bekommst. Nun bekam ich es mit der Angst zu tun. Der Kerl packte mich und wollte mich auf das Strohlager ziehen. Vor lauter Angst riss ich mein Knie hoch. Damit muss ich ihn empfindlich getroffen haben. Er schrie auf: Na warte, du Sau, das werde ich deinem Zukünftigen erzählen. Dann wirst du sehen, was du davon hast. Es dauerte auch nicht lange, bis der an gewatschelt kam. Mit dabei hatte er zwei Knechte. Los packt sie, schmeißt sie in den ausgetrockneten Brunnen. Da kommt sie nicht alleine raus. Noch 6 Tage dann gehört sie mir. Bis dahin bekommt sie einen Becher Wasser und eine Scheibe trockenes Brot. Damit das gerecht aufgeteilt wird, bekommt sie das Wasser morgens und das Brot Abends. Gebt ihr nichts, auch wenn sie bettelt. Die beiden packen mich, schleppten mich nach draußen. Weiter ging es über den Hof, bis in die letzte Ecke, zu einem tiefen Loch in der Erde. Trotz der Fackeln, konnte ich nicht bis auf den Grund schauen. Den Knechten muss ich doch leid getan haben. Sie steckten mir ein Stück Käse und eine halbe Wurst zu. Auch eine große Flasche billiger Wein war dabei. Wir lassen dich nun hinunter. Das Seil bekommst du leicht los. Dann ziehe 2 x daran. Wir holen es dann hoch und lassen dir die Wurst, Käse und Wein nach unten. Unten ist ein kleiner Überhang, dahinter kannst du die Sachen verstecken. Wenn wir können, wirst ...
... du noch einmal etwas bekommen. Du hast noch so viel Ärger vor dir, deshalb tust du uns leid und wir helfen dir so gut wir können. Nun banden sie mir das Seil unter den Armen fest und ließen mich hinab. Unten angekommen, konnte ich das Seil wirklich leicht lösen. 2 x ziehen und schon verschwand das Seil. Hoffentlich halten die beiden, was sie mir versprochen haben. Da kam auch schon das Seil mit den Sachen bei mir an. Schnell löste ich es, damit ich die Sachen verstecken konnte und sie das Seil hochholen konnten. Nun saß ich da allein in der Dunkelheit. Sehr kalt war es auch. Da hörte ich plötzlich eine Stimme in meinem Kopf: Verzage nicht. Heute ist es zu spät für dich herauszuklettern. Morgen, wenn es dunkel wird, kannst du es versuchen. Die Mamsell wird oben, mit Männerkleidung auf dich warten. Es wird schwer werden. Nur, wenn du mir vertraust, wirst du es schaffen. Zunächst war ich beruhigt. Je länger ich da unten saß, desto verzagter wurde ich. Bis die Stimme noch einmal kam: Vertraue mir! So verbrachte ich den Rest der Nacht und den ganzen Tag allein, ohne Kontakt mit zu jemandem zu haben. Richtig hell wurde es in diesem Loch doch nicht. Deshalb tastete ich die Wände ab, um zu sehen, ob es überhaupt eine Möglichkeit gab, aus diesem Brunnen zu klettern. Gefunden habe ich nichts. So kalt es in der Nacht auch war, so war es am Tage ordentlich warm. Langsam wurde es dunkel. Keiner meldete sich. Allein kommst du hier doch nie raus, dachte ich. Da kam ...