1. Thao 24


    Datum: 18.07.2021, Kategorien: BDSM Autor: bySena78

    ... überbrücken lassen würde.
    
    Xena war für ihre Verhältnisse sehr locker gekleidet, eine schwarze Turnhose und ein gleichfarbiges Shirt schienen gut, zu dem geplanten DVD-Abend zu passen. Sie hatte ihre Wohnung einer gründlichen Reinigung unterzogen, Knabberzeug gekauft, Limonade, Cola, Rum und Wodka zum Mixen bereitgestellt, obgleich sie sich fragte, ob Letzteres nicht vielleicht doch zu viel des Guten war. Ein letzter, kritischer Kontrollblick bestätigte ihr, dass sie alle Vorbereitungen für den kommenden Abend getroffen hatte.
    
    Eine Viertelstunde musste sie sich nun noch bis zu Günters Eintreffen gedulden, nochmals betrachtete sie sich eingehend im Spiegel und setzte sich dann auf die Couch, um auf ihn zu warten. Sie war aufgeregt, stellte sie erstaunt fest, ein äußerst seltenes Gefühl bei ihr, mit dem sie nur schwer umzugehen verstand.
    
    Günter war süß gewesen, hatte ihr beim letzten Motorradausflug Blumen und ein Buch geschenkt, das von Freundschaft und Liebe handelte.
    
    Die große Blondine grinste, sie hatte sich nie für romantisch oder emotional gehalten, dennoch hatten Günters Geschenke sie gerührt. Sie hatten sich erstmals richtig geküsst an diesem Tag, auch wenn es bei einem reinen Lippenbekenntnis geblieben war, so konnte Günter dies dennoch als gewaltigen Erfolg für sich verbuchen. War sie bereit, noch weiterzugehen? Wollte sie es überhaupt darauf ankommen lassen? Sie schloss die Augen und versuchte, sich vorzustellen, wie Günter sie berührte, seine Hände sie ...
    ... dort berührten, wo sie Frau war, wie er sich ihr in seiner Nacktheit näherte. Genau in diesem Moment drängten sich diese schlimmen Bilder aus ihrer Vergangenheit wieder in ihr Gedächtnis.
    
    Ihr Atem hatte sich beschleunigt, Schweiß war auf ihre Stirn getreten. Sie musste sich zwingen, tief durchzuatmen, um sich wieder einigermaßen zu beruhigen.
    
    Sie schreckte zusammen, als die Türklingel schrillte. Es kostete sie einiges an Überwindung, von der Couch aufzustehen und den Türöffner zu drücken. Kurz überlegte sie noch, eine Ausrede zu erfinden und ihm abzusagen, doch sie verwarf diesen Gedanken, als sie seine Hand am Treppengeländer erblickte, die zügig nach oben wanderte.
    
    „Hey, Xena!", lächelte Günter seine Angebetete an.
    
    Er war in Hemd und Jeans deutlich schicker gekleidet als sie. Er sah gut aus, sehr gut sogar.
    
    „Grüß dich! Das Hemd steht dir."
    
    Kurz drückten sie sich aneinander, dann trafen seine Lippen auch schon die ihren. Sie zuckte zusammen, als hätte sie sich ob dessen erschrocken.
    
    „Geht es dir gut? Sorry, Xena, aber ich dachte ..."
    
    Sie entzog sich ihm und winkte ab.
    
    „Brauchst dich nicht entschuldigen, Günter. Komm! Ich habe versucht, es uns schön zu machen."
    
    Ihr Lächeln wirkte gezwungen, Günter spürte deutlich, dass irgendetwas mit ihr nicht stimmte.
    
    „Komm, Xena, rede bitte mir! Ich merke doch, dass dich etwas bedrückt. Ich höre dir gern zu. Oder ist es der Kuss gewesen? Wenn das zu schnell war, dann ..."
    
    „Geh bitte ins Wohnzimmer und setz ...
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