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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... belassen, dass sie diesen Farang behalten können würde. „Wir nehmen ihn mit, wenn du so viel Freude an ihm hast, ..." Mitten im Satz kippte der Tonfall von freundlich und sanft zu aggressiv und böse. „... aber du weißt hoffentlich, wem du gehörst und wer dich als Einziger berühren darf, richtig?!?" Nori sah zu ihm auf und nickte. „Ich gehöre nur dir, Wang." Der Alte starrte sie an, schien in ihrer Gesicht nach Lüge und Trotz zu suchen. Doch er fand nichts von alldem in ihren beinahe schwarzen Augen, die totengleich oder zumindest bewusstlos wirkten. „Nori! Nori! Jetzt bleib doch bitte stehen!" Widerwillig drehte sich die Domina zu Jasmin um, die hinter ihr aufgetaucht und ihr trippelnden Schrittes gefolgt war. „Was willst du? Ich habe keine Zeit." „Ich wollte dir nur schnell erzählen, dass Doktor Lubana die Deutschen und den Chinesen mit Präparaten verpumpen soll, damit sie bei der Show belastbarer und benommen sind." Nori blickte die Klub-Chefin gelassen an und wartete darauf, dass sie endlich zum Punkt kam. Das konnte doch noch nicht alles gewesen sein, was ihr die rothaarige Frau zu berichten hatte. „Alle, Nori. Auch Christian!" Die Augen der Domina zuckten. Wang würde sie also betrügen, so oder so. Dass aber auch Christian an der Show teilnehmen sollte, war ein Schlag ins Gesicht. Wang wollte sie testen, weiter provozieren und letztendlich prüfen, wo sie in Wahrheit stand. „Nori, was passiert hier? Du weißt doch etwas, richtig? ...
... Lubana sorgt sich ebenso, man hat ihn heute Früh nicht außer Haus gelassen, als er in seiner Praxis vorbeischauen wollte." Die Domina wandte sich von Jasmin ab, die aber überholte sie und stellte sich ihr in den Weg. Sie hatte Tränen in den Augen und schien ziemliche Angst zu haben. „Wangs Männer verhängen die ganze Empfangshalle mit großen, schwarzen Vorhängen. Ich habe mich dagegen verwehrt, diese Dinger e schauen grässlich aus und stinken erbärmlich." Nori konnte sich den Sinn dieser Adaptierungen nicht erklären. Dass Wangs Schergen selbst etwas in die Hand nahmen, was auch nur im Entferntesten nach Arbeit roch, sah ihnen eigentlich nicht ähnlich. Sie musste Jasmin recht geben, da stank etwas gewaltig zum Himmel und das war mit Sicherheit nicht nur diesen mysteriösen Vorhängen geschuldet. „Sind die Einladungen rausgegangen?" Die Chefin des Club Bizarr nickte eifrig. „Wir werden bis auf den letzten Platz voll sein. Jeder möchte den Chinesen und die Farang leiden sehen. Für viele unserer Gäste wird es eine persönliche Genugtuung sein." „Gut! Und jetzt hau ab und lass mich in Ruhe. Wenn ich etwas weiß, sage ich es dir." Jasmin trat sofort aus dem Weg und lächelte aufgesetzt. „Tust du, ja? Bitte, Nori. Ich mache mir solche Sorgen." Die Domina antwortete nicht und setzte ihren Weg fort, während die Club-Chefin ihr unsicher nachblickte. Unter normalen Umständen eine von Jasmin gehasste Demütigung, schien es sie dieses Mal zu beruhigen. Wenigstens Nori ...