1. Das Bangkok Syndikat 18


    Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... schien von all den seltsamen Vorgängen im Haus unbeeindruckt zu sein.
    
    Sowohl Uaan als auch Tom spürten, dass heute etwas im Busch lag. Immer wieder waren Schritte am Gang vor ihrer Zelle zu vernehmen, während Nori sich heute offenbar Zeit ließ, ihnen etwas zu Essen zu bringen und Uaans Sucht zu bedienen. Die junge Asiatin litt fürchterlich und marterte Tom mit ihrem Geheul. Sie hatte Krämpfe und starke Bauchschmerzen, ihre Gesichtszüge waren durch den Schmerz und die Gier nach der Droge verzerrt. Er nahm sie in seine Arme, versuchte ihr wenigstens Wärme zu geben, sie aber ließ sich durch nichts beruhigen. Tom versuchte seine Kräfte zu sammeln, lange würden seine Nerven wohl nicht mehr mitspielen.
    
    Ein Zucken ging durch den Körper seiner Freundin. Hatte sie etwas gehört? Es war erstaunlich, wie sehr sich ihre Sinne sensibilisiert hatten, wenn sie auf die Domina warten musste. Ein Knacken im Schloss und Uaan stieß Tom mit aller Gewalt von sich weg, kroch zur Tür, und begann augenblicklich zu flehen, als dieses Ungeheuer endlich auftauchte.
    
    „Bitte, Herrin, ich brauche es ganz dringend."
    
    Nori beugte sich zu ihr hinab, schlug der jungen Frau mit der flachen Hand brutal ins Gesicht und drückte sie mit der Sohle ihres rechten Stiefels zur Seite.
    
    „Du bekommst gleich was, aber erst, wenn ich mit Euch gesprochen habe."
    
    Sie warf einen Blick auf Tom, der sie hasserfüllt ansah. Sie aber ließ ihren Gummiknüppel in die offene Hand klatschen, bereit, jeden seiner Angriffe, ...
    ... ob körperlich oder verbal, sofort und mit aller Gewalt im Keim zu ersticken.
    
    „Wenn alles wie geplant abläuft, seid Ihr in den nächsten drei Tagen frei."
    
    Tom glaubte nicht richtig gehört zu haben. Niemals hätte er so etwas zu hoffen gewagt, glaubte sich und seine Freunde vielmehr längst verloren, vielleicht sogar schon aufgegeben und vergessen.
    
    Nori aber fuhr fort, forderte die Aufmerksamkeit der beiden ein, indem sie den Knüppel nochmals in ihre Hand klatschen ließ.
    
    „Ihr gehorcht mir, dann wird alles gut. Keine Aufsässigkeit, jeder Befehl wird umgehend befolgt."
    
    Uaan starrte bestürzt zu ihr hoch, dann wanderte ihr Blick zu Tom.
    
    „Die bringen mich doch um, wenn Tom nicht mehr da ist. Bitte, Herrin, ich bin dann so gut wie tot."
    
    Sie umklammerte Noris Stiefel, die es dieses eine Mal zuließ, ohne die Verzweifelte gleich brutal zur Räson zu bringen.
    
    „Nein! du wirst mitgehen, sei ohne Sorge. Auch für dich wurde bezahlt."
    
    Uaan glaubte einem Trugbild aufzusitzen. Sie würde tatsächlich freikommen? Sie dachte an ihren Schuss, den sie morgens und abends benötigte. Wie sollte sie auf der Straße die dafür notwendigen Drogen auftreiben können?
    
    „Bitte, Herrin Nori! Lasst mich bei Euch bleiben. Ich werde Euch gut dienen. Bitte! Verstoßt mich nicht."
    
    Nori grinste breit. Egal, wie sich die Dinge für Uaan entwickeln würden, der Hölle konnte dieses Mädchen nicht entrinnen.
    
    „Wer hat uns freigekauft?", wollte der junge Deutsche wissen.
    
    Die Domina schüttelte ...
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