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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... ihren Kopf, war nicht bereit, ihm die näheren Umstände seiner Befreiung zu erklären. „Du und Alain, Ihr beide werdet heute noch einmal viel über Euch ergehen lassen müssen. Kein Widerstand! Hörst du? Ihr würdet sonst alles gefährden." Tom glaubte, die Domina jetzt durchschaut zu haben. „Ach so? Du willst doch nur, dass wir dein Theater mitspielen, oder? In Wirklichkeit hast du gar nicht vor, uns freizulassen, sondern willst uns damit nur anködern." Ein dumpfer Schlag, dann ausbreitender Schmerz auf seiner linken Schulter, die Wirkung dieses Gummiknüppels war unbeschreiblich. „Alains Eltern! Und jetzt genug davon! Ihr gehorcht, dann wird alles gut. Aber heute müsst Ihr noch einmal mitspielen, verstanden?" Sie hielt den Gummiknüppel erneut über Toms Körper, jederzeit bereit, ihn erneut zu prügeln, sollte er nicht genau das tun, was sie von ihm verlangte. Alains Eltern hatten also gezahlt? Tom glaubte Nori. Woher sollte sie auch wissen, dass die Salamis begütert und wohlhabend waren. „Ich werde dafür sorgen, dass es für dich und Alain zu ertragen sein wird. Außerdem wird Euch Lubana etwas spritzen. Ihr solltet Euch trotzdem mit Schmerzensäußerungen nicht zurückhalten, das Publikum darf auf keinen Fall enttäuscht werden." Die Domina blickte Tom erwartungsvoll an, der ihr immer noch nicht so wirklich glauben wollte. „Ja. Ich habe verstanden." Nori senkte ihren Arm und gab sich zufrieden. Sie befahl Uaan, ihr zu folgen, die, sichtlich erleichtert, ...
... es jetzt eilig hatte. Gleich würden ihre Qualen mit der nächsten Spritze das so sehr herbeigesehnte Ende finden. Nori hatte ihre Morgenrunde beendet. Doktor Katanaa war wieder einigermaßen bei Kräften, sah aber äußerst ramponiert und mitgenommen aus. Es würde für Wang reichen, hoffte Nori, auch wenn er sie für ihre Maßlosigkeit gegenüber diesem Gast vielleicht bestrafen würde, wenn sie ihn von ihrer Absicht unterrichtete, den Anwalt nach Hause zu begleiten. Der Pate hockte wahrscheinlich gerade in Jasmins Büro, das er sich zu eigen gemacht hatte, brütete über seinen Fluchtplänen und was er sonst noch alles zu beschicken hatte. Nori glaubte nicht, dass er ohne großes Tam Tam verschwinden würde. Zu sehr war er von sich und seiner Bedeutung überzeugt, als dass er es seinen Feinden so leicht machen würde. Immer noch verfügte er über ausreichende finanzielle Möglichkeiten und andere Mittel, um seine treuesten Leute an sich zu binden, die immer noch bereit waren, sein Spiel mitzutragen, das im Grunde doch schon verloren schien. Wie recht Nori mit ihrer Vermutung hatte, stellte sie fest, als sie sich dem Büro näherte, vor dessen Tür die zwei Malaien Wache hielten. Drei weitere Männer verließen das Büro und eilten an der Domina vorbei, ohne sie zu beachten. Deren angespannte Gesichter zeugten von einer gewissen inneren Unruhe und heller Aufregung. Die beiden Malaien ließen die Frau in ihrem schwarzen Lederoutfit passieren, wussten sie doch um deren Bedeutung, nur im Büro ...