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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... siebzig Jahre alter Mann, mit der rechten Hand auf den Gehstock gestützt, auf sie zueilte, den Ermittler herzlich umarmte und anschließend der Anwältin und auch Arlak die Hand reichte. „Was hat Sie denn so früh hierher verschlagen? Mit Ihrem Besuch habe ich jedenfalls nicht mehr gerechnet, nachdem ich Sie schon so oft eingeladen habe." Es klang wie ein Vorwurf, Chai zeigte ein reumütiges Gesicht. „Geht es Ihnen gut, Herr Neto?" „Ich kann nicht klagen, manchmal wünschte ich mir, Gott hätte mir zwei Hände und ein paar Augen mehr gegönnt. So hinten am Rücken, verstehen sie? Wäre sehr praktisch gewesen, wie ich ihnen versichern möchte." Er lachte und bat seine Gäste in eine kleine Küche, in deren Mitte ein großer, runder Tisch stand, der den Raum beinahe zur Gänze ausfüllte. „Nun, mein Lieber, was habt Ihr denn auf den Herzen. Dass es kein Höflichkeitsbesuch ist, sehe ich sofort, so müde und erschöpft wie Sie alle aussehen." „Maria! Mach unseren Freunden hier einen starken Kaffee." Alains Mutter blickte das Mädchen erstaunt an. „Sie heißen Maria? Ich ebenfalls! Hätte nicht gedacht, dass ich in Bangkok eine Namensschwester kennenlernen würde." Das Mädchen lachte, während Chai dankend abwinkte. „Ich hätte gerne einen Kaffee, Herr Neto, aber die Zeit wird dafür nicht reichen, fürchte ich." Der Alte runzelte die Stirn und blickte den Ermittler nachdenklich an. Eine unliebsame Erinnerung schlich sich in seine Gedanken, eine, in der er seine ...
... Tochter bereits verloren glaubte. „Wie kann ich Ihnen helfen?" Chai war mittlerweile geübt darin, die gegebene Situation in wenigen Sätzen zusammenzufassen. Der Goldschmied verstand und warf einen mitleidigen Blick auf die deutsche Frau. „Ich habe eine ähnliche Situation durchstehen müssen, Maria. Meine Tochter wäre nie wieder aufgetaucht, wenn dieser Mann nicht so sehr um sie gekämpft hätte. Wie viel braucht Ihr?" Maria Silami schien sichtlich berührt zu sein, löste ihren Blick von dem Alten und blickte in ihre Liste. Ihre Gesichtszüge hatten sich merklich entspannt, vielleicht glaubte auch sie jetzt an die mögliche Rettung ihres Sohnes. „Es wären noch sechstausendfünfhundertfünfzig Dollar." Der Alte nickte und verließ ohne ein weiteres Wort den Raum. Die Freunde sahen sich an, Erleichterung und Freude strahlten aus ihren Gesichtern. Es war geschafft. „Hier ist das Geld. Ich bete für Ihren Erfolg." Die Anwältin ließ es sich nicht nehmen, den Handwerker herzlich zu umarmen, dann schickte sie sich an, einen Schuldschein auszustellen. „Bei Na Ajutthaja und seinen Freunden reicht mir ein Wort. Und jetzt geht, verliert keine Zeit." Der Detektiv und seine beiden Begleiter wurden von Vater und Tochter zur Tür gebracht, als Maria Silami sich nach Chai umsah. „Wir müssen noch Bath im Gegenwert von etwas mehr als sechzigtausend Dollar in die US-Währung wechseln. Wo können wir das um diese Zeit?" Prompt war Arlak mit einer Lösung zur Stelle. „Die ...