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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... Wechselstube am Lumphini. Sie gehört dem Vater eines Freundes." Gerade im Begriff, aus dem Laden des Portugiesen herauszustürzen, um der nächsten Etappe ihrer Odyssee entgegenzueilen, als der Besitzer Chai noch einmal zurückrief. „Sechzigtausend Dollar?" Chai nickte. Neto lächelte und winkte sie wieder zurück in den Laden. Maria und Arlak blickten sich an, das konnte jetzt aber wirklich nicht mehr wahr sein. Das Totenkopfgesicht half Nori, dem Doktor aus dem Wagen zu helfen, der, in einen offensichtlich schlechten Zustand befindlich, seine Augen geschlossen hielt und kaum einen Schritt vor den anderen zu setzen vermochte, ohne dabei ein herzzerreißendes Stöhnen von sich zu geben. Ein Diener öffnete die Eingangstür und übernahm den Job des Malaien. Nori wollte nicht, dass Wangs Scherge Haus betrat. „Warte hier auf mich. Ich sorge dafür, dass er gut versorgt wird und in den nächsten Stunden seine Ruhe hat." Der Blick des Totenkopfgesichts verfinsterte sich, doch Nori nahm hiervon keine Notiz. Den humpelnden Anwalt untergehackt verschwand sie mit dem Angestellten im Haus. Der Mafiosi blickte ihr mit grimmigem Blick hinterher, stieg dann aber doch wieder in den Bus, den er in der Auffahrt geparkt hatte. „Was habt Ihr mit ihm gemacht?" Der Stimme des vielleicht fünfzig Jahre alten Dieners bebte vor Zorn. Nori aber reagierte nicht auf die Frage, befahl ihm stattdessen, sie ins Schlafzimmer des Hausherrn zu führen. Der Mann kuschte, vielleicht ahnte ...
... er, welchen Einfluss diese Frau auf seinen Arbeitgeber hatte. Die Domina musste den Rechtsanwalt ebenfalls stützen, widrigenfalls dieser die letzten Meter zu seiner Ruhestatt nicht mehr bewältigt hätte. Seine Beine zitterten unkontrolliert, jeder Schritt schien ihn an seine Grenzen zu treiben. Nori tastete nach seinem Herz, das rasend gegen die Brust klopfte. „Legen wir ihn aufs Bett. Danach verschwindest du!" Dem Diener widerstrebte diese Anordnung zutiefst. Ehe er jedoch seinen Unmut kundtun konnte, knallte auch schon die Hand dieser Frau in sein Gesicht. „Du gehst jetzt! Sonst sorge ich dafür, dass du dir einen neuen Job suchen kannst, verstanden?" Der Bedienstete stand kurz davor seine Beherrschung zu verlieren. Doch diese grauenhafte Person war in der stärkeren Position und die Stelle bei Doktor Katanaa ausnehmend gut bezahlt, zudem nicht sehr anspruchsvoll. Er wollte gerade die Tür hinter sich schließen, als die Frau ihn nochmals nachrief. „Warte." Er hielt inne, drehte sich um und ging ins Schlafzimmer zurück. Er sparte sich eine Entgegnung, hatte absolut keine Lust noch, sich von dieser resoluten Person noch mehr von seiner Würde nehmen zu lassen. „Wurde in den letzten Stunden etwas für Mistress Nori abgegeben?" Der Mann schüttelte seinen Kopf, sah die Domina sie fragend an. Die aber saß nur auf dem Bett und starrte vor sich hin. „Jetzt beeilen Sie sich doch endlich!" Maria Silami herrschte den Fahrer vergebens an. Doch sie sah selbst, ...