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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... Jungs mit Sandwiches und Getränken, versuchte dabei unauffällig zu sein und bei den Menschen auf den Straßen so wenig Aufsehen wie möglich zu erregen. Nur Chai und die drei Kasachen mussten in ihren Autos hocken und darauf warten, dass sich im Klub etwas rührte. Eine nervenzermürbende, einschläfernde Tätigkeit. „Hören Sie mich, Chai? Geht es Ihnen gut?" Der Detektiv musste lachen. Die Deutsche schien überall zu sein. Welches Funkgerät hatte sie denn nun in Beschlag genommen? Das von Arlak oder eines von dessen Freunden? „Ja, mir geht es gut, Maria. Danke der Nachfrage. Wie sieht es bei Euch aus? Dass mir ja keiner einschläft, hört Ihr? Eine Sekunde nicht aufgepasst und wir verlieren unser Spiel. Denkt daran und bleibt wachsam!" Arlak antwortete mit fester Stimme. „Mach dir keine Sorgen, wir sind so brav, du hättest deine helle Freude daran. Ich habe sogar Preecha in Waranya umgetauft, damit ich die Finger von ihm lassen kann." Geschimpfe wurde im Hintergrund laut, dann herzhaftes Gelächter. Dann funkte Viktor dazwischen. „Funkdisziplin!" Abrupt verstummten die Jungs, keiner wagte mehr auch nur einen einzigen Ton von sich zu geben. Chai aber war stolz auf seinen Haufen. Jeder seiner Freunde war mit ganzem Herzen bei der Sache. Vierzigster Tag, früher Abend, Bangkok Der Detektiv seufzte, wischte sich den Schweiß aus der Stirn und blickte, zum gefühlt tausendsten Male in den Rückspiegel seines Wagens. Eine junge Frau, mit grell geschminktem Gesicht ...
... und in ihrem pinken Mantel sehr auffällig gekleidet, schien vor dem Tor auf etwas zu warten. Sie sah auf die Uhr und zündete sich eine Zigarette an. Wäre sie nicht so schrill gekleidet gewesen, hätte er ihr wahrscheinlich keine Aufmerksamkeit geschenkt, doch ihre bunte Erscheinung bot dem Ermittler eine willkommene Abwechslung zur Tristesse der stundenlangen Observation. Binnen weniger Minuten gesellten sich weitere bunte Vögel dazu. Sie schienen miteinander näher bekannt zu sein, begrüßten sich mit Küsschen und Umarmungen und schienen ungezwungen darauf los zu plappern. Der Ermittler runzelte die Stirn. Bislang hatte er nur Frauen erkennen können, die, immer zahlreicher geworden, vor dem Tor des Klubs auf Einlass warteten. Der Detektiv war verwirrt, was war der Grund für diesen Auflauf? Doch nicht die Show, die heute aufgeführt werden sollte? War sie etwa nur Frauen vorbehalten? Vielleicht fürchtete Wang eine Infiltration durch Polizei oder seine Feinde? Möglicherweise glaubte der Pate nicht daran, dass man Frauen in die Höhle des Löwen schicken würde? Egal, welcher Grund auch dahinterstecken mochte, das Spiel begann und ab jetzt hieß es mit allem zu rechnen. „Der Tunnel? Habt Ihr ihn auf den Schirm?" Arlak bestätigte. Eine der von Viktor installierten Kameras wurde auf den engen Ausgang der Kanalisation gerichtet, wo der einstige Notausgang des Krankenhauses zu Tage trat. „Alles ruhig, Chai. Nichts zu sehen." Der Detektiv seufzte. Seine Müdigkeit wurde ...