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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... immer quälender, lediglich sein eiserner Wille hielt ihn noch wach. „Maria? Würdest du dich zu mir in den Wagen setzen?" Seine Stimme klang müde und ausgelaugt. Die Deutsche aber ahnte, worum es ihm ging, und reagierte sofort. Ihre Stimme klang besorgt und eifrig. „Ich bin gleich bei dir. Gib mir fünf Minuten." Im Äther wurde es wieder still. Chai gähnte und starrte weiterhin in den Rückspiegel des Wagens. Leise öffnete sich die Beifahrertür, dann ließ sich Maria Silami in die Polsterung des Beifahrersitzes fallen. „Mach die Augen ruhig zu, Chai. Ich passe auf." „Tom! Mensch, Tom!" Alain wollte zu seinem Freund, ihn umarmen und an sich drücken, um seiner Wiedersehensfreude Ausdruck zu verleihen. Doch kaum, dass er einen Schritt in Richtung des auf einer Liege Gefesselten gewagte hatte, hielt ihn Kim mit einem energischen Zuruf zurück. „Bleib hier!", herrschte sie ihn an, während sie einen besorgten Blick auf Nori warf, die Alains Ausbruch mit steinerner Miene verfolgt hatte. Hart zog die blonde Domina an der Kette, die mit seinem Halseisen verbunden war, während Tom in seinen Knebel brüllte, ohne dabei einen verständlichen Ton herauszubringen. „Schnall ihn fest, damit unser Doktor den beiden ihre Spritze geben und sich anschließend gleich wieder verziehen kann." Doktor Lubana hörte den herablassenden Ton in Noris Worten, unterließ es jedoch, sich zu äußern. Er konnte sich noch gut an jenen Moment vor einigen Wochen erinnern, als sie ihn so ...
... lange ebenso ungehemmt wie brutal geprügelt hatte, bis er keine andere Möglichkeit mehr gesehen hatte, als sich an Wang zu wenden, der diese Verrückte dann zur Rechenschaft gezogen hatte. Mit einiger Sorge sah Kim den Mediziner die erste Spritze aufziehen und an Toms linker Armbeuge eine Vene suchen. „Was gibt er ihnen da? Tom ist gesund, er braucht nichts." Nori amüsierte Kims Sorge, vielleicht dachte sie ja, man würde den Deutschen Drogen verabreichen? Unter anderen Umständen wäre es ein probates Mittel gewesen, deren Glaubwürdigkeit zu zerstören, jetzt aber sah das anders aus. Sie waren Teil eines Geschäftes und sie hatte für ihren Zustand garantiert. Ihre Augen wanderten über die zahlreichen Tätowierungen, mit denen sie die beiden Männer versehen hatte lassen. Peitschen schwingende Dominas waren zu sehen und Parolen, die Alains und Toms „Freude" am Dienen und Leiden für jedermann sichtbar werden ließ. „Ein Mittel zur Beruhigung! Halt jetzt die Klappe und lass ihn machen." Kim blickte Nori verstört an, gab sich aber, sich an deren letzte Worte erinnernd, zufrieden. Nori sprach nichts aus, was sie nicht auch so meinte. „Das wird jetzt einige Stunden anhalten. Sie werden ansprechbar sein, sicher auch noch auf Schmerz reagieren, diesen aber sehr gedämpft wahrnehmen. Mehr kann ich im Moment nicht für sie tun." Nori näherte sich dem Mediziner und schob ihn energisch aus dem Untersuchungsraum, ohne ein weiteres Wort an ihn zu verschwenden. Er hatte seine ...