1. Das Bangkok Syndikat 18


    Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... Wie ich schon festgestellt habe, mein lieber Herr Doktor, wir sind vom selben Schlag. So ein stolzes Gewächs, wie unsere Generation, gibt es heute gar nicht mehr. Unsere Leistungen haben das alles hier erst möglich gemacht, die Jugend weiß das gar nicht zu schätzen."
    
    Das Licht im Saal wurde langsam abgedunkelt.
    
    „Oh, es geht los. Aber eines noch, Herr Doktor, in der Praxis haben Sie gesagt, dass Sie hier sind. Richtig?"
    
    Der Arzt verneinte abermals.
    
    „Ich möchte möglichst wenig mit dem Klub in Verbindung gebracht werden, Herr Wang. Ich hoffe, Sie verübeln mir das nicht, aber meine Patienten sind eher bodenständig und konservativ. Würde es sich herumsprechen ..."
    
    Wang lachte.
    
    „Aber bitte, mein lieber Lubana! Sie brauchen sich doch nicht rechtfertigen."
    
    „Chai! Chai! Wir sehen etwas! Am Notausgang tut sich was!."
    
    Der Ermittler erwachte aus seinem Halbschlaf und blickte sich erstaunt um. Maria Silami reichte ihm das Funkgerät und schien gespannt auf seine Reaktion zu warten.
    
    „Gut, Arlak. Verstärkt Eure Aufmerksamkeit auf diesen Punkt. Viktor?!?"
    
    „Ja, Chef?"
    
    Chai lächelte, dann sprach er wieder ins Mikrofon.
    
    „Geh mit Deinen Männern dort in Stellung, aber haltet genügend Abstand. Ein Stück vom Ausgang entfernt ist der Abwassergraben, dort könnt Ihr in Deckung gehen."
    
    „Verstanden!"
    
    „Arlak? Sind sie noch da?"
    
    „Nein, Chai, sie sind wieder im Tunnel verschwunden und haben sogar die Absperrung hinter sich verschlossen. Was kann das ...
    ... bedeuten?"
    
    „Sie werden geprüft haben, ob es weitere Hindernisse gibt und die Luft rein ist. Auf jeden Fall wissen wir jetzt, welchen Weg sie nehmen werden. Viktor! Schau dich nach Beobachtern um! Seid vorsichtig! Lieber etwas mehr Abstand halten, bevor Ihr noch entdeckt werdet."
    
    „Verstanden!"
    
    „Was sollen wir machen, Chai?"
    
    Arlaks Stimme klang aufgeregt.
    
    „Ihr passt weiter auf! Was sonst? Hab Geduld, Arlak."
    
    „Sollen wir nicht Viktor helfen? Sie sind doch nur zu dritt."
    
    Chai konnte nicht anders, er musste laut auflachen. Drei Ex-Elitesoldaten führen eine Gruppe schwuler Jugendlicher in den Kampf gegen die Mafia, wahrlich ein heroisches Bild.
    
    „Chai?"
    
    „Nein, Arlak! Ihr bleibt, wo Ihr seid! Jemand muss für Verstärkung sorgen, wenn es hart auf hart kommt."
    
    Maria Silami saß noch immer an seiner Seite und hatte das Gespräch aufmerksam verfolgt.
    
    „Der Junge ist ganz schön eifrig, oder?"
    
    Der Detektiv nickte.
    
    „Das ist die Jugend, meistens jedenfalls. Zumindest so lange, bis etwas anstrengend oder eintönig wird."
    
    Die Rechtsanwältin lächelte, sie wusste genau, was er meinte.
    
    „Ich habe Angst vor dem Moment, wo er wieder vor mir steht."
    
    Chai blickte die Deutsche erstaunt an.
    
    „Du meinst Deinen Sohn?"
    
    Alains Mutter nickte.
    
    „Weißt du, ich liebe ihn über alles, wirklich. Aber dass er seinen Vater und auch mich so angelogen hat ... und dann noch sein Interesse an ..."
    
    Sie schien Mühe zu haben, Chai ihre Gedanken preiszugeben.
    
    „Er wird seine ...
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