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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... nicht? Sie strich über ihren Bauch und wusste es besser. Nein! Er war mehr, viel mehr. Sie überlegte, welche Möglichkeiten ihr noch verblieben waren. Hilfe holen? Dafür war es längst zu spät. Wie viele Minuten hatten sie denn noch? Fünf, zehn vielleicht? Sie sah sich suchend um, vielleicht konnte sie die Riegel wieder gerade biegen? Ihr Blick blieb an einer kleinen Stahlplatte hängen, die einen Teil der Wand zur Vorhalle bedeckte. Die Tür! Dieses Arschloch! Wie konnte sie das nur vergessen? Hektisch suchte sie nach dem kleinen, herausziehbaren Griff, zog die Klappe auf und kroch den engen Gang entlang. Es mochten sieben oder acht Meter sein, dann war sie direkt unter der Bühne. Sie wollte mit ihren Händen eine Bodenplatte hoch drücken, doch diese schienen vernagelt oder verschraubt zu sein. Vielleicht war sie aber auch nur zu schwach? Sie hustete. Selbst hier breitete sich immer mehr beißender Gestank aus. Sie suchte zwischen Pappkartons, Papier und Plastikflaschen nach Werkzeug, fand tatsächlich Schraubenzieher, Zangen und sogar eine Bohrmaschine. Doch wie sollte ihr das helfen? Nägel! Da war ein Packung Nägel. Sie suchte weiter und ertastete zwischen altem Zeitungspapier schließlich tatsächlich einen langen Griff. Sie zog einen langen Klauenhammer heraus und schlug diesen mit aller Kraft, die sie noch hatte, gegen die Bodenplatte. „Helft mir! Verdammt! Helft mir doch!" Sie hörte verzweifeltes Schreien über sich, Kreischen und Rufe, wie sollte sie da ...
... jemand hören? Da! Ein Stück der Platte war weggebrochen. Sie hämmerte weiter, vergrößerte das Loch und endlich schien jemand auf sie aufmerksam zu werden. Nori schlug weiter auf die Platte ein, vergrößerte das Loch, bis endlich von oben herab Hände in die Öffnung griffen und sich ihr entgegenstreckten. Gesichter tauchten auf, schon wollte sich jemand zu ihr herunterlassen. „Holt Christian! Sonst stech ich Euch alle nieder!", kreischte die Domina wie wahnsinnig auf. Kims Gesicht tauchte auf, erblickte das Messer in Noris Händen und rief den anderen etwas zu. Sie schienen tatsächlich zu diskutieren und erst nachdem ein weiterer kostbarer Moment verstrichen war, schoben sie das in Leder gekleidete, gebrochene Häuflein Mensch zu der Frau hinunter, die es so grausam geschunden und gequält hatte. „Komm! Wir müssen gehen, Christian." Sie brauchte nicht einmal an seiner Halskette zu ziehen, ihr Sklave schien ihr bedingungslos zu folgen. So krochen sie den Gang entlang, Nori zwängte ihren Körper durch die offen stehende Klappe hindurch und zog Christians Körper grob hinter sich her. Seine Freunde würden ihr sicher folgen, sollten sie noch am Leben sein, also musste sie sich beeilen. Wang und seine Malaien waren bestimmt schon längst durch den Tunnel verschwunden, den er graben hatte lassen, also konnte auch sie mit Christian zusammen durch ihn hindurch fliehen. Stimmen erklangen im Schacht, schon hörte die Domina deutlich, dass sich jemand an die Öffnung desselben ...