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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... heran schob. Hektisch zog sie Christian zum Treppenhaus, eilte mit ihm die Treppe hinunter, auf deren letzter Stufe eine große Blutlache zu erkennen war. „Bist du wahnsinnig geworden? Wie kannst du ihn ihr ausliefern?" Tom schob Kim zur Seite, sprang in den Schacht und robbte mit weit ausholenden Bewegungen der Domina und seinem Freund hinterher. Er sah noch, wie Christians Beine durch die Öffnung verschwanden, dann hörte er die Absätze der Domina, die sich eiligen Schrittes zu entfernen schien. „Alain! Mensch, Alain! Komm!" Doch es war nicht Alain, der ihm folgte, sondern Kim. Kurz blickte er die blonde Domina überrascht an, dann robbte er weiter, so schnell er konnte. Ein tosendes Grollen erfüllte den Schacht, gefolgt von heiseren Schreien. Wahrscheinlich war wieder ein Stück der Saaldecke herunter gebrochen. „Alain! Bist du da?" Tom zog Kim aus dem Schacht, zögerte, ob er Nori und Christian folgen oder seinem Freund helfen sollte. Er entschloss sich zu Letzteren, sah in den engen Tunnel und erkannte Alain, der heftig hustend auf ihn zukroch. „Los, komm! Wir verschwinden." Alain nickte, packte Kim bei der Hand und zog sie mit sich. Tom aber schien damit nicht einverstanden zu sein. „Lass sie hier, sie kommt jetzt allein klar." Tom griff nach Kims Arm, wollte den Griff ihrer Hand lösen, doch Alain stieß ihn zurück. „Fass sie nicht an! Sie kommt mit!" Die beiden Freunde starrten sich wütend an, dann drängte sich die blonde Domina ...
... zwischen sie. „Uaan ist noch unten in der Zelle, Tom. Komm, wir gehen sie holen!" Jasmin starrte in den Schacht, zögerte kurz und stieg dann dem Sklaven hinterher. Niemand hatte bisher Notiz von ihnen genommen, diejenigen, die noch am Leben waren, sahen in der Doppeltür des Haupteingangs die letzte Hoffnung, wo Bonians Männer zwar die Scheiben zerschlagen hatten, das Gitter jedoch nicht mehr aufstemmen konnten. Je bedrohlicher die Situation für die letzten Überlebenden wurde, desto heftiger stemmten sie sich gegen die restlichen Schergen des Paten und behinderten deren verzweifelte Versuche, sich doch noch zu retten. Wanda schickte sich an, ihren Körper in den Schacht hinuntergleiten zu lassen, einen letzten Blick in den Saal werfend. Sie hatte wiederholt gerufen und auf sich aufmerksam zu machen versucht, in der Hoffnung, dass sich noch jemand über diesen Weg zu retten versuchen würde, doch niemand hatte mehr Notiz von ihr genommen. So stemmte die Domina ihren Körper ein Stück nach oben, im Begriff, sich durch die Öffnung nach unten fallen zu lassen, als sie Long röcheln und wimmern hörte. Sie sah seinen gefesselten Körper, zögerte und stemmte sich schließlich wieder nach oben. Hastig lief sie zur Prügelbank, löste die Handfesseln des Sklaven, um dann wieder zur Öffnung zu eilen und sich hinabgleiten zu lassen. Ein letzter Blick in den von Rauchschwaden und Flammen verhüllten Saal, dann war auch sie im Wartungsschacht verschwunden. Chai! Verdammt, Chai! Wach ...