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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... auf!" Der Detektiv fuhr aus dem Tiefschlaf und blickte verwirrt zu Maria Silami auf. Dann erst hörte auch er die aufgeregten Rufe Arlaks im Lautsprecher des Funkgerätes. „Es war jemand an der Öffnung des Tunnels, er ist aber wieder darin verschwunden. Er hat sich umgesehen und ist dann wieder hineingelaufen." Arlak schien nervös zu sein, seine Stimme klang grell und scheppernd aus dem Gerät in Chais Hand. „Viktor! Ich bin mir jetzt sicher, dass sie das Gebäude durch den Tunnel verlassen werden, also haltet Eure Stellung! Arlak, Ihr gebt sofort Bescheid, wenn Ihr etwas Verdächtiges sehen solltet!" Der Junge war enttäuscht. „Kann ich nicht auch zum Tunnel kommen? Bitte, Chai! Ihr braucht doch jeden Mann." Kurz zögerte der Detektiv, dann aber war er sich sicher. „Nein, Arlak! Wenn jemand deine Jungs bei Laune halten kann, dann du. Und wer weiß vielleicht ist es auch nur ein Ablenkungsmanöver. Passt auf uns auf, wenn etwas passieren sollte, dann ruft Ihr um Hilfe." Aus der Antwort des Jungen hörte Chai Enttäuschung und Ärger heraus. Aber was half es? Er durfte ihn doch nicht noch einmal so gefährden, wie vor einigen Tagen im Hotel. „Maria? Du gehst bitte wieder zurück zu Arlak. Ich weiß nicht, was noch alles passieren wird." Maria Silami zeigte sich augenblicklich einverstanden. Wenigstens sie war vernünftig und raubte ihm nicht unnötig Zeit. Kurz beugte sie sich zu ihm herüber, drückte ihre Lippen auf seine Wange, wünschte ihm viel Glück und ...
... beeilte sich dann, den PKW zu verlassen. Verwirrt und unsicher der Deutschen hinterher sehend, hielt Chai das Mikrofon an seinen Mund und rief den Kasachen an. „Viktor!? Ich komm zu Euch!" Wang hatte an alles gedacht. Nori fand an dem Loch, das hinunter in den alten Nottunnel führte, eine kleine Leiter, über die sie und Christian in den dunklen Gang hinabsteigen konnten. Man sah Licht an dessen Ende, sonst aber konnte man nichts weiter erkennen. Sie lauschte angestrengt, doch nicht ein Ton war zu hören. Nori vergewisserte sich, dass Christian ihr gefolgt war, dann tastete sie sich vorsichtig die Wand entlang. Bemüht, so wenig Lärm wie möglich zu verursachen ging sie nur auf ihren Stiefelspitzen und zog den Jungen hinter sich her. Langsam näherten sie sich dem Licht, Schritt für Schritt kamen mit ihm Freiheit und eine gemeinsame Zukunft mit Christian näher. Schon überlegte sie, wohin sie mit ihm fliehen sollte, an welchem Ort sie eine Chance hatte, das Leben mit ihm zu führen, das sie sich wünschte. Vielleicht würde sie ihm ein wenig eigenen Willen zugestehen können? Ihn lieben lernen, wie eine Frau einen Mann liebt? Nori hatte naive Vorstellungen davon, wie zwei Menschen zu einem Paar wurden und zusammen leben sollten. Doch es war ihr Wunsch und sie würde auch diesen wahr werden lassen, wie auch alle anderen zuvor. „Chai! Chai! Es brennt! Das Krankenhaus, es brennt!" Der Detektiv war gerade ausgestiegen und zum Wassergraben geeilt, wo Viktor und seine Männer ...