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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... Stattdessen hockte sie weiterhin in diesem Hotelzimmer, quälte sich von einem Tag auf den nächsten und wartete auf Neuigkeiten. Sie zuckte zusammen, als es an der Tür klopfte, stellte das Glas beiseite und erhob sich. „Wer ist da?", rief sie auf dem Weg zur Zimmertür. „Na Ajutthaja, Frau Doktor Silami." Die Rechtsanwältin öffnete die Tür und ließ den Detektiv eintreten. Er wirkte müde und abgespannt, musste in der letzten Zeit wohl nur wenig Schlaf gefunden haben. Sah so ein Mann aus, der sie zu betrügen beabsichtigte? „Es tut mir aufrichtig leid, dass ich Sie zu so später Stunde noch stören muss, Frau Doktor Silami. Aber es ist die einzige Chance, die Sache in wenigen Tagen zu beenden." „Wie meinen Sie das?" Maria Silami deutete auf einen der Sessel, doch Chai winkte ab und blieb stehen. „Die Situation ist eine völlig andere geworden. Die Domina, die mit uns in Verhandlung steht und direkten Einfluss auf das Wohl der Jungen hat, will sich von uns auszahlen lassen, um dann zu fliehen. Natürlich erst, nachdem sie Alain und Tom freigelassen hat." Die Rechtsanwältin runzelte die Stirn. Dieser Mann wollte also doch wieder Geld von ihr. „Wie viel soll es dieses Mal sein, Herr Na Ajutthaja? Wieder eine ähnlich hohe Summe, wie bei den letzten Malen?" Chai musste sich beherrschen, um nicht in gereizten Tonfall zu verfallen. Dennoch sprach sein Blick Bände und er sah auch keinen Grund, seinen Unmut gegenüber dieser Frau hinter dem Berg zu ...
... halten. „Immerhin habe ich sie gefunden, Frau Doktor Silami, und dafür gesorgt, dass sie nicht mehr misshandelt werden. Das ist meiner Meinung nach schon ein großer Erfolg und auch sicher den einen oder anderen Dollar wert, oder sehen Sie das anders?" Die Rechtsanwältin schwieg, schien die derzeitige Situation erst einmal verarbeiten zu müssen. „Frau Doktor Silami, Wang ist in diesem Klub, wo Ihr Junge und seine Freunde festgehalten werden. Der Pate steht momentan unter ungeheurem Druck und Mistress Nori befürchtet das Schlimmste. Ich nehme ihre Aussage ernst, denn, entgegen ihrer Art, war sie bei unserer letzten Verhandlung ungemein verunsichert, ja vielleicht sogar ängstlich. Auf jeden Fall scheinen sich die Dinge in diesem Haus rasant zu entwickeln, sodass wir nicht länger zögern dürfen. Wir dürfen jetzt wirklich keine Zeit mehr verlieren, sonst ..." Die Rechtsanwältin fiel dem Ermittler ins Wort. „Beantworten Sie mir endlich meine Frage, Herr Na Ajutthaja. Wie viel wollen sie dieses Mal?" Chai atmete schwer, warum durfte er sich ihr nicht erklären? Warum schien sie an den näheren Umständen, in denen sich die Jungen befanden, kein Interesse zu haben? „Mistress Nori will fünfundsiebzigtausend Dollar für Alain und Tom, die ich bis heute Vormittag um spätestens zehn Uhr überbringen muss." Die Rechtsanwältin erbleichte augenblicklich. Sie blickte auf ihre Armbanduhr, es blieben weniger als zehn Stunden. „Und wie stellen Sie sich das vor? Soll ich vielleicht meine ...