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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... Geldbörse öffnen und diese Unsumme hervorzaubern?" Die Stimme der Anwältin klang hysterisch, sie schien mit ihren Nerven völlig am Ende zu sein. „Die Banken sind geschlossen, Herr Na Ajutthaja, das ist Ihnen doch bewusst. Woher soll ich diesen ungeheuerlichen Betrag also nehmen?" Der Ermittler blickte die Deutsche nachdenklich an. Auch er konnte eine derartige Summe nicht innerhalb dieses kurzen Zeitraumes auftreiben. „Und wenn Sie sich an den Botschafter wenden und ihn um Hilfe bitten?" Maria Silami schien darüber nachzudenken. „Was ist, wenn diese Wahnsinnige mit dem Geld abhaut und unsere Jungen einfach zurücklässt?" Auch Chai hatte diese Möglichkeit schon in Erwägung gezogen. „Ich lasse das Haus rund um die Uhr überwachen. Ich habe mir die Baupläne besorgt und jeden Aus- und Eingang berücksichtigt. Sollte sich Mistress Nori also auf den Weg machen, ohne ihr Versprechen eingelöst zu haben, werde ich sie entsprechend zur Verantwortung ziehen. Darauf können Sie sich verlassen." Chai sah Alains Mutter in die Augen, sie schien kein Vertrauen mehr in ihn zu setzen. „Es ist der wirklich letzte Betrag, um den ich Sie bitte, Frau Doktor Silami. Darauf gebe ich Ihnen mein Wort." Maria Silami ging zum Sekretär und holte ihr Handy. „Ich rufe jetzt Doktor Katanaa an und bitte ihn, augenblicklich hierherzukommen. Ich möchte mir seinen Rat einholen, selbst wenn auch er mir nicht dabei helfen können wird, das Geld aufzutreiben. Ich habe keine Ahnung, ...
... wie ich das schaffen soll." Der Ermittler wurde blass, sah Maria Silami auf der Tastatur ihres Handys herum tippen, zögerte aber, sie dabei zu unterbrechen. „Es gibt da etwas, was Sie vorher noch wissen sollten." Die Anwältin hielt das Mobiltelefon an ihr Ohr und blickte den Detektiv fragend an. „Und was soll das sein, Herr Na Ajutthaja?" Der Ermittler überlegte, ob dies der richtige Zeitpunkt für diese Offenbarung war, doch ließ ihm die Situation keine andere Wahl. „Doktor Katanaa steht nicht auf Ihrer Seite!" Verblüfft ließ die Anwältin ihr Handy sinken und versuchte den tieferen Sinn hinter Chais Worten zu ergründen. „Sie meinen ... Kommen Sie! Jetzt gehen Sie wirklich zu weit! Der Doktor ist ein angesehenes Mitglied der hiesigen Anwaltskammer und genießt zudem das volle Vertrauen der deutschen Botschaft. Die Mafia mag ja vielleicht weit verzweigt und tief verwurzelt sein, aber bisher war sie doch gar nicht so tief in die Sache involviert, als dass sie einen Grund ..." Chai unterbrach Maria Silamis Ausbruch. „Er war ja auch nicht im Auftrag der Mafia bei Ihnen, Frau Doktor Silami. Doktor Katanaa ist ein Masochist." „Sie wollen damit sagen, dass diese Domina ...?" Der Ermittler bestätigte Maria Silamis Verdacht mit einem Nicken. „Ja. Genau das. Ich habe ein Handy von ihr bekommen, unmittelbar bevor ich Sie angerufen und um diesen Termin gebeten habe. In diesem Mobiltelefon habe ich unter den Notizen Einzelheiten gefunden, an wen und wo ...