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Die Diebin - 04
Datum: 14.11.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byAlexSandra
... nicht weg war hieß das, sie würde in nicht einmal wenigen Sekunden unten auf die unbekleidete Saskia im Wohnbereich stoßen. Eine mittlere bis schwere Katastrophe bahnte sich an. Viktor riss die Hintertür vom Haus auf, im Reingehen zog er stolpernd seine schmutzigen Arbeitsschuhe aus, eine Socke blieb im Schuh stecken. Aufgedreht stürmte er durch die Wohnlandschaft, die nur durch offenes Gebälk die einzelnen Bereiche voneinander trennte. Atemlos stand er vor der großen Couch, doch der Raum war leer. Offensichtlich hatte Saskia in den vergangenen Minuten seit dem Absetzen ihrer Nachricht bemerkt, dass Eni noch im Haus war und hatte sich versteckt. Er schnaufte durch. Plötzlich klapperte es oben auf der Galerie. Er eilte die Treppe hoch und wäre beinahe mit dem bestrumpften Fuß auf der untersten Stufe ausgerutscht. Er streifte sich die Socke schnell ab und lief barfuß die Treppe hinauf. Er blickte durch den langen Raum der Galerie, die vom Dach bis zum Boden voll verglast war und das Obergeschoss luftig und teiloffen gestaltete. Von hier waren Türen zu Marjas eigenen Wohnbereich abgehend und zur anderen Seite zu Enis und Viktors Schlaf- und Arbeitsbereich sowie den Bädern. Was er sah, ließ ihn an ein déjà vu glauben. Eni stand vor der breiten Fensterfront. Das Herbstlicht flutete den Raum, das helle Holz schimmerte in warmen Ocker- und Gelbtönen. Wie ein Kontrast dazu sah er Eni. In DEM blauen Kleid, welches sie nur einmal für ihn getragen hatte, als sie von ihrer ...
... Geschäftsreise zurück gekommen war. 19 Jahre war dies fast her. Sie kam Freitagnachmittags heim. Ihr Chef hatte sie vorbei gebracht. Beide waren zu Verhandlungen mit einem Geschäftspartner gefahren und mehrere Tage unterwegs gewesen. Eni hatte den wichtigen, erfolgreichen Abschluss vorbereitet und verhandelt. Sie war unmittelbar nach oben gegangen, um zu duschen. Schon beim Reinkommen hatte sie darum gebeten, er möge Sekt kalt stellen, weil es eine Überraschung zu feiern gäbe. Er bereitete den Sekt vor, hörte sie oben duschen, klappern und dann auch ihre lauten Schritte. Trug sie Absätze? Eigentlich hatte sie doch stets gemütliche Hausschuhe an. Es musste wirklich ein großer Anlass sein, den es zu feiern gab. Er hatte gerade den Sekt aus dem Keller geholt, den Eisbehälter gefüllt und zwei Gläser geholt, da hörte er Enis Stimme von oben: „Kommst du rauf, Viktor?" Er ging nach oben und war schier überwältigt von der verführerischen Schönheit seiner Frau. Sie sprachen häufig über Vorlieben und Grenzen in ihrer Beziehung, auch was ihr Liebesleben anging. Viktor hatte es sich einmal getraut auszusprechen, sie so zu sehen. Doch sie erwiderte nur: „Höchstens zu Fasching, wenn ich mich als Nutte verkleide, Liebster." Damit war das Thema dann auch beendet. Heute war nicht Fasching. Dessen war sich Viktor sicher. Sie trug trotzdem silberfarbene Pumps zu einem blauen Kleid. Es hüllte sie fantastisch ein, war würdevoll und doch ein wenig „nuttig", so hätte Eni es genannt. Der ...