1. Die Burg Kapitel 10/11


    Datum: 12.01.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor

    ... auf der Seite. Dabei hatten wir jeweils einen unserer Arme unter unseren Köpfen angewinkelt gelegt und hielten uns mit den Händen der anderen Arme fest. Dabei sahen wir uns gegenseitig tief in die Augen. Irgendwann fielen mir diese jedoch zu und ich schlief ein.
    
    Kapitel 11
    
    Als ich erwachte, war die Gräfin nicht mehr da. Wann sie gegangen war, konnte ich nicht sagen.
    
    Da es bereits hell wurde, stand ich ebenfalls auf und ging aus dem Schlafzimmer. Auf dem Flur ging ich zur Tür der Kemenate und öffnete sie.
    
    Auch dort war sie nicht. Weiter ging ich durch das Gebäude, fand sie jedoch nirgends.
    
    Was sollte ich machen. Ich ging ins Dorf und kehrte wenig später im Gasthof ein, um ein gewohnt gutes Frühstück einzunehmen. Der Wirt war anwesend und putzte den Tresen. Was sonst. Ich war nicht ausgeschlafen, aber das Frühstück brachte meine Kräfte in Einklang.
    
    Danach stand ich auf und beschloss wie versprochen, Lorentz abzuholen. Aus einem mir nicht bekannten Umstand, war ich voller Tatendrang. Ich wollte an diesem Tag noch etwas schaffen, benötigte dafür seine Hilfe. Ich wollte nicht, dass mir das Dach auf den Kopf fiel.
    
    Bei Lorentz angekommen, saß dieser vor seinem Haus, hatte ein Pfeifchen im Mund, was nicht angezündet war, und sah mich leicht belustigt an.
    
    „Kommt ihr immer so spät zur Arbeit oder habt ihr jemanden gefunden, der wie ich ist? Alles zu seiner Zeit!"
    
    Ich nickte einmal und nahm einen der zwei Werkzeugkisten auf, die vor ihm standen. Dann erhob ...
    ... Lorentz sich und nahm die Zweite. Zusammen trotteten wir langsam den Berg zur Burg hinauf.
    
    Dabei hoffte ich, dass Conlin da war, denn sonst würden wir nicht in die Burg kommen.
    
    Dort angekommen, klingelte ich wie immer und die Tür sprang auf. Also waren entweder die Gräfin oder Conlin da.
    
    Wir durchschritten das Tor und kaum standen wir im Innenhof, blieb Lorentz stehen und atmete einmal tief durch.
    
    „Lange nicht mehr hier gewesen!", meinte er, „Trotzdem riecht die Luft wie immer!" Dann sah er sich um und meinte: „Wo ist denn der Patient?"
    
    Ohne eine Antwort von mir zu erhalten, blieben seine Augen auf dem Gebäude hängen, welches instand gesetzt werden musste.
    
    „Ah ha, da haben wir es ja! So wie es aussieht, braucht es eine Notoperation oder gleich den Gnadenschuss. Mal sehen, was infrage kommt."
    
    Damit ließ er mich stehen. Es kam ihm nicht in den Sinn, dass es etwas anderes hätte sein können. So trottete ich ebenfalls mit seinem Werkzeug in Richtung Tür, wohinter er gerade verschwand. Als ich im Gebäude ankam, war er über eine Leiter in den Dachstuhl gestiegen.
    
    Was ich dann sah, verwunderte mich ein wenig. Lorentz sah äußerlich nicht mehr aus, als wenn er jung wäre, aber dort oben, war er in seinem Element. Hier war er nicht mehr so träge wie auf dem Boden, sondern schwang sich wie ein Affe, von Balken zu Balken. Dabei hatte er ein kleines Hämmerchen dabei, mit dem er auf die verschiedenen Teile des Dachstuhls schlug.
    
    Ich stellte seinen Werkzeugkoffer auf ...
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