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Die Burg Kapitel 08/09
Datum: 12.03.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... verband, konnten wir die Familie von Maiden nicht davon überzeugen, dem Satansglauben abzuschwören. Im Gegenteil. Sie feindeten sich an. Es kam so weit, dass im Burghof eine große Götzenfigur des Satans aufgestellt wurde, um die allnächtlich, schwarze Rituale vollzogen, wurden. Selbst vor Menschenopfern machte man nicht halt. So zerbrach der Zweierbund unserer Familien und wir wurden angreifbar. Die Kirchen konnte so etwas nicht dulden und sie setzte sowohl die umliegenden Ritter und Fürsten, sowie meine Familie unter Druck, etwas zu unternehmen. Was das hieß, war klar. Bekehren ließen sich die Menschen auf der Burg nicht mehr. Selbst wenn sie ihren Glauben abgeschworen hätten, wären sie nicht mehr mit dem Leben davon gekommen. Eine Streitmacht wurde aufgestellt und schon wenig später, wurde die Burg belagert. Es war nicht nötig sie zu stürmen, denn man hatte Zeit, die Versorgung der Soldaten war gesichert, da sie alle aus der Umgebung kamen. Woche um Woche, zog es sich hin und langsam aber sicher, gingen den Menschen in der Burg die Lebensmittel aus. Schon bald hungerten sie und es begann eine schreckliche Zeit. Man hörte laute Schreie aus der Burg, konnte sich in etwa vorstellen, was darin vor sich ging. Eines Tages ging das Burgtor auf und Dorlein, die Tochter des Burgherrn kam alleine heraus. Sie war hoch schwanger und kurz vor der Niederkunft. Darum bat sie um das Leben ihres Kindes. Keiner mochte sich an ihr vergreifen und so wurde sie auf unsere ...
... Burg gebracht. Man hielt sie im Angstloch des Bergfrieds gefangen. Sie würde noch so lange leben, bis sie ihr Kind geboren hatte. So war das Gesetz. Die Belagerung dauerte jetzt nicht mehr lange. Der Hunger schwächte die Menschen immer mehr, die in der Burganlage ausharrten. Nächtens versuchten einige zu fliehen, wurde aber bei dem Versuch in Stücke gehauen. So dauerte es nur noch wenige Tage, dass der Befehl zum Sturm auf die Burg erteilt wurde. Es gab keine mehr ernst zu nehmende Verteidigung der Burg. Zwei Stunden später, brach das Tor und man machte nieder, wer sich den Angreifern in den Weg stelle. Der Burgherr selber und der klägliche Rest seiner Familie, stand währenddessen um die Statue herum und hielten sich an den Händen fest. Sie hatten ihre Augen geschlossen und sangen ein Lied zum Lob auf den Satan. Sie wurden gefangen genommen und hier auf die Burg gebracht. Der Prozess war kurz und schon einen Tag später standen sie auf eilig zusammengetragenen Scheiterhaufen. Als man den Haufen des Burgherrn anzündete, sah er die Anwesenden meiner Familie an, und bevor er von dem Feuer erfasst wurde, stieß er einen Fluch aus. Meine Familie sollte nicht sterben können, sollte auf dieser Welt verbleiben, bis einer seiner Nachkommen mit meiner Familie Frieden schloss. Dies würde jedoch nur geschehen, wenn unser Blut miteinander verschmelzen würde. Erst dann würden wir Erlösung finden. Dies müsste zweimal bezeugt werden. Einmal durch ihn selber und einmal vor den ...