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Die Burg Kapitel 08/09
Datum: 12.03.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... dieses alles zu formen, denn es war keine Erde vorhanden, die man hätte wegschaufeln können. Wenn das schon sehr interessant war, faszinierte mich etwas anders mehr. Am Ende dieser Straße, ragte eine Felswand gerade nach oben hinauf und hier war ein kunstvolles Portal in den Felsen gemeißelt worden. Im Zentrum war eine Doppeltür eingelassen worden, die aber mit circa drei Metern eine andere Abmessung hatte, als alles darum herum. Sie war zum Teil mit Kupfer beschlagen worden, welches keine Patina aufwies, denn es glänzte wie Gold. Langsam ging ich darauf zu und frage mich, wer hierher kam, um es zu putzen, denn das Kupfer lief schnell an. Zum Schluss stand ich vor dem Eingang, an dessen Türen jeweils ein großer, massiver Ring befestigt worden war, um es aufziehen zu können. Ich versuchte es, doch es tat sich nichts. Dabei war ich mir nicht sicher, ob ich sehen wollte, was sich dahinter befand. Dahinter konnte nur eine weitere Gruft sein, also ein Raum für Tote, und ob es mir gestattet war, diese zu betreten, wusste ich nicht. Also ging ich langsam zurück und wandelte an der rechten Seite entlang, um mir die Grabplatten und Totenhäuser genauer anzusehen. Immerhin kannte ich mich damit aus und hoffte mehr darüber zu erfahren, wer hier lang. Ich konnte es mir zwar vorstellen, aber ich wolle es genauer wissen. Auf den Grabplatten standen längere Texte, die ich leider nicht entziffern konnte. Sie waren alle in einem alten Latein geschrieben, womit ich mich ...
... nicht auskannte. Nur ab und zu erkannte ich einen Namen. Hochfeldz war öfters darunter vertreten, wobei dieser Name ab und zu anders geschrieben wurde. In die Fronten der Totenhäuser war nichts eingraviert. An ihnen ließ sich nicht ablesen, wer dort lag. Am Ende angekommen, war ich genauso schlau wie vorher, aber hatte einige Eindrücke für mein Leben gewonnen. Dann wechselte ich die Seite und ging die andere Reihe entlang. Ich hatte damit gerechnet, dass ich hier dasselbe lesen würde, aber ich machte große Augen, als es nicht so war. Auf der ersten Grabplatte war der Name sorgfältig aus dem Stein gemeißelt worden. Hier klaffte ein Loch und ließ nicht mehr zu, dass man erfuhr, wer hier lag oder gelegen hatte. Die weiteren Grabplatten auf dieser Seite waren älter und ich staunte nicht schlecht, als ich mehrmals den Namen von Maiden las. Jetzt war ich verwirrt. Was hatte mein Name mit alle dem hier zu tun und mir wurde langsam bewusst, dass ich nicht zufällig hier war. Es musste einen Grund haben, denn meine Tätigkeit als Steinmetz, konnte es nicht alleine sein. Doch von alleine würde ich nicht darauf kommen. Die Gräfin oder Conlin, selbst der Wirt, wussten sicher mehr darüber und ich würde es heraus bekommen. Da war ich mir sicher. Zum Schluss ging ich noch einmal zu der ersten Grabplatte und sah mir sie genauer an. Wie war die Jüngste von allen, denn ihre Schrift war am wenigsten verwittert und in einem moderneren Stiel, als die anderen, wenn auch nicht aus ...