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Die Burg Kapitel 02
Datum: 30.04.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... Aufenthalt hier hat euch bis jetzt gefallen und wird es auch noch weiterhin tun. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend." Hier entstand eine kleine Pause und ich wusste zuerst nicht warum, dann sprang ich auf und half ihr beim Aufstehen. Fast hätte ich meine Erziehung vermissen lassen. Aber ich konnte wirklich nichts dafür. Sie erhob sich mit einer gewissen Leichtigkeit, und als ich ihre erhobene Hand griff, um ihr beim aufstehe zu helfen, schoss es mir durch den ganzen Körper. Es war, als wenn ich eine Stromleitung anfasste und diese Spannung durch mich hindurch in den Boden floss, allerdings ohne Schmerzen oder sonstige unangenehme Erscheinungen. Dabei hatte ich den Eindruck, als wenn ich gelähmt worden wäre. Dieser Zustand endete erst, als sie aufgestanden war und mich los lies. Danach drehte sie sich um und ging langsam auf die Tür zu, an der der fette Wirt bereitstand, um sie ihr aufzuhalten. Er öffnete die Tür, verbeugte sich relativ tief vor ihr, zumindest so weit, wie sein übermäßiger Bauch es zu ließ. Dann verschwand sie nach draußen. Es war, als wenn ein Bann gebrochen war. Ich setzte mich benommen auf meinen Platz zurück, goss mir noch einen Wein ein und dachte darüber nach, was eben passiert war. Dabei fiel mir erst jetzt auf, dass die Gräfin seltsam ging. Eigentlich ging sie nicht, sondern man hatte den Eindruck, als wenn sie über den Boden schwebte. Danach richtete ich meinen Blick auf die goldig glänzende Münze vor mir. Sicher, ich war ...
... bereits mit vielem entlohnt worden, ob mit einer Kiste Bier, oder anderen Sachen, aber das war für Gefälligkeiten gewesen. Was hier vor mir lag, war etwas anderes. Ich hatte keine Ahnung, was diese Münze Wert war. Eine Bezahlung in Euro wäre mir lieber gewesen. So konnte ich es nicht einmal abschätzen. Klar, der Goldpreis war im Moment hoch, doch wie hoch der tatsächliche Goldgehalt der Münze war, wusste ich nicht. Ich würde jedoch bald in die nächste Stadt fahren und es herausbekommen. Doch im Moment interessierte es mich nicht wirklich. Die vor mir stehende Aufgabe fand ich viel zu interessant, um sie abzulehnen. Wann bekam man schon die Möglichkeit an einer Burg zu bauen oder besser gesagt, restaurieren. Entweder jetzt oder nie. Mit diesen Gedanken und dem Bild der Gräfin im Kopf, ging ich auf mein Zimmer, wollte ausgeschlafen sein, wenn ich am nächsten Tag zur Burg hochfuhr. Ich war mir immer noch nicht sicher, was in der letzten Nacht geschehen war. Um dies bei einer Wiederholung angezweigt zu bekommen, suchte ich nach einer Möglichkeit. Zum Schluss kam ich auf eine Idee, die ich in einem Film gesehen hatte. Ich riss mir zwei Haare aus und befestigte eines mit Spucke so am Fenster, dass es beim Öffnen herunterfallen würde. Mit dem anderen Haar versiegelte ich die Tür. Dann befand ich es als zu wenig und wiederholte es bei beiden Zimmeröffnungen mit drei weiteren. Wenn jetzt eines herunterfiel, konnte das zufällig sein. Alle wäre seltsam gewesen. Danach zog ich ...