1. Die Burg Kapitel 04/05


    Datum: 14.08.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor

    ... ich an der seltsamen Brunnenfigur vorbei in Richtung Burg, die sich dunkel vom Hintergrund abhob.
    
    Eine viertel Stunde später, drückte ich auf den Klingelknopf und die Tür sprang auf. Erst jetzt entdeckte ich eine winzige Kamera, in einem Winkel des Tores. Conlin konnte mit deren Hilfe sehen, wer vor dem Tor stand.
    
    Ich musste grinsen. Hightech auf einer Burg, auf der es sonst kaum etwas davon gab. Zumindest hatte ich davon nichts gesehen. Allerdings musste es mehr davon geben, denn immerhin hatte ich von der Gräfin E-Mails bekommen und ich glaubte nicht, dass sie dafür ihre Zeit in Internetkaffees verplemperte. Was sie die übrige Zeit machte, wusste ich nicht. Eine Burg wie diese, musste unterhalten werden, von daher musste es eine Einnahmequelle geben.
    
    Ich trat durch das Tor und wollte mich zuerst etwas umsehen. Aus diesem Grund lenkte ich meine Schritte in Richtung Haupthaus. Ich hatte die Erlaubnis mich umsehen und mich interessierte, was sonst im Erdgeschoss des Haupthauses war. Das erste Stockwerk wurde von Frau Gräfin bewohnt und dazu würde ich keinen unangemeldeten Zutritt haben.
    
    In dem Vorraum angekommen, wandte ich mich nach rechts und stand wenig später vor der Doppeltür, die mich magisch anzog. Nach der Größe zu urteilen, musste sich dahinter Großes verbergen.
    
    Ich drückte auf die Türklinke und ohne große Anstrengung, konnte ich sie öffnen. Dahinter war ein Raum, besser gesagt ein Saal, der mich einen Moment meinen Atem anhalten ließ.
    
    Man hätte ...
    ... ihn als Rittersaal bezeichnen können.
    
    In der Mitte stand ein großer, langer und massiv aussehender Tisch, der von hochlehnigen, ebenfalls solide aussehenden Stühlen umgeben war. An den Wänden hingen teils Waffen, teils Bilder, die vielleicht die Ahnen der Burgherrin darstellten.
    
    Am anderen Ende des Saales war etwas an die Wand gehängt worden, was ein übergroßes Bild sein konnte. Es war über zwei Meter groß und hing, dass es kurz über dem Boden aufhörte. Was es war, konnte ich nicht sehen, denn es war mit einem Stofftuch abgehängt worden. Die Fenster zum Hof waren klein, doch es fiel genug Licht in den Saal, um alles gut erkennen zu können. Ihnen gegenüber, war ein gewaltig aussehender Kamin, über dessen Feuer man einen ganzen Ochsen hätte braten können.
    
    Ich ging in den Saal hinein und sah mich um. Über der Doppeltür war eine große bunte Fahne angebracht, die ein Wappen zeigte. Aber da ich in der Heraldik nicht bewandert war, sagten mir die Ornamente darauf nicht viel. Es waren zwei Burgen darauf zu erkennen, wobei eine davon teilweise von einem Schwert verdeckt wurde. Es sah aus, als wenn sie brennen würde und ich meinte, im Hintergrund eine verschwommene Fratze zu erkennen. Aber da das Wappen sehr hoch hing, konnte ich es nicht mit Sicherheit sagen.
    
    Also drehte ich mich um und ging langsam die Wand entlang, an der mehrere Bilder hingen, die irgendwelche Personen zeigte, die mir nichts sagten.
    
    Kurz stand ich vor dem Kamin und bestaunte die gewaltige Größe. Dabei ...
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