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Das Bangkok Syndikat 17
Datum: 21.08.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... wie er selbst viele Menschen zerstört hatte. „Hast du eine Ahnung, wer dahinterstecken könnte?" Wang sah seine Domina verwundert an. Ihre Anteilnahme überraschte ihn. „Nein! Aber es wird nicht lange dauern. Ich habe es noch nicht festgesetzt, aber ich werde ein Kopfgeld auf den- oder diejenigen aussetzen und es täglich erhöhen, und zwar so lange, bis ich ihn oder sie genannt bekomme. Die Götter sind vielleicht gnädig, ich werde es nicht sein." Nori verspürte das dringende Bedürfnis zu telefonieren. Sowohl der Onkel als auch Doktor Katanaa mussten unbedingt informiert werden. Es blieb nicht mehr viel Zeit, um Wang auszuschalten. Würde er weiteren Aufschub bekommen, seine Verteidigung zu organisieren, würde man hierdurch vielleicht alles gefährden. Ihr Blick fiel auf Christian, der schweigend neben dem Bett hockte und seinen Blick starr auf den Boden gesenkt hielt. Es störte sie, dass er zusehen hatte müssen. Diese Art des Leids hatte sie sich nicht für ihn gewünscht. „Ich werde die nächsten Tage hier bleiben. Du kannst Deiner Arbeit wie gewohnt nachgehen. Was ist mit den beiden anderen Deutschen? Bringen sie wenigstens etwas ein?" Nori nannte ihm einen Wert, der weit über den tatsächlichen Ertrag lag. Notfalls würde sie die Differenz aus eigener Tasche beisteuern. Sie hatte den Onkel noch nicht eng genug an sich gebunden, um sich seiner sicher sein zu können. Wang schien zufrieden. „Sehr gut. Und die Show, die du mit ihnen veranstalten wolltest? ...
... Hätten die nicht schon längst stattfinden müssen? Du hast mich das letzte Mal neugierig gemacht. Ich will wissen, welche Rolle du Long dabei zugedacht hast." Nori spürte, dass ihr langsam alles aus dem Ruder zu laufen begann. Wang schien mit sicherer Hand all das zu zerstören, was sie in den letzten Wochen mühsam aufgebaut hatte. „Nächste Woche, Wang. Ich muss das mit Jasmin noch vorbereiten." Wang lächelte. Sie kannte diese Mimik und ahnte, was nun folgen würde. „Zwei Tage! Dann will ich mir die Vorstellung ansehen. Gebt Euch Mühe! Sie soll mich und unsere Gäste schließlich unterhalten." Sein Blick fiel auf Christian, der immer noch regungslos vor dem Bett auf dem Boden hockte. „Er scheint mir gut von dir erzogen worden zu sein. Lass ihn doch mitmachen. Dann würde er mir wenigstens einmal etwas einbringen." Mit Genugtuung beobachtete Wang seine Domina. Er hatte sie schwer mit seinem Wunsch getroffen. „Bitte, Wang. Du hast ihn mir überlassen und ich zahle für ihn." Der Pate schien zu grübeln. „Es war nur ein Wunsch von mir. Schade, früher hätte dir das gereicht." Nori sah ihren Paten flehentlich an. Wollte er weitere Zugeständnisse von ihr? „Bitte, Wang!" Der Alte grinste, schien sich aber tatsächlich erweichen zu lassen. „Gut! Dann eben hier und jetzt! Zeig mir, wie du es angestellt hast, ihn derart gefügig zu machen." Nori starrte den Alten fassungslos an. Der Gesichtsausdruck des Paten, mit dem er ihre Erwiderung schon im Ansatz ...