1. Das Bangkok Syndikat 17


    Datum: 21.08.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... ..."
    
    Als Nori die Tür knarzen hörte, ließ sie das Handy fallen und schob es mit ihrem Fuß unters Bett. Bonian erschien im Zimmer und starrte die nackte Frau mit fragendem Blick an.
    
    „Mit wem hast du gesprochen?"
    
    Nori deutete auf den ausgepeitschten Jungen.
    
    „Mit ihm! Aber was geht dich das an?"
    
    Schweigend musterte Wangs Unterführer die junge Frau. Glaubte er ihr? Nori war sich nicht sicher, ob er vielleicht doch Details gehört haben könnte. Doch wenn sie sich jetzt verunsichert zeigte, würde sie seinen Verdacht, so er einen hatte, nur bestätigen.
    
    Der Ausdruck in Bonians Gesicht blieb nichtssagend und stählern. Ob er etwas gehört hatte oder zumindest ahnte, war ihm nicht anzumerken. Nori beschlich quälende Angst, dank ihres stählernen Willes wusste sie diese vor Wangs treuem Knecht allerdings zu verbergen.
    
    „Wang wird später wiederkommen. So lange bleibst du hier!"
    
    Nori schien diesen Befehl erst einmal verarbeiten zu müssen.
    
    „Ich habe Kunden und Verpflichtungen. Wie stellt Wang sich das vor?"
    
    Bonian zuckte mit den Schultern.
    
    „Du wirst gehorchen oder sterben. Kapier das!"
    
    Nori musste diese Worte erst einmal sacken lassen. Unzählige Male hatte sie sich vor Wangs Wutausbrüchen gefürchtet, doch erst jetzt erahnte sie erstmals deren tödliche Konsequenz.
    
    Die Domina sah Bonian den Schlüssel aus dem Schloss ihrer Tür ziehen und den Raum verlassen. Laut knallte das schwere Blatt in den Rahmen, dann wurde die Tür von außen verschlossen. Mit ...
    ... bleichem Gesicht setzte sie sich zurück aufs Bett und lehnte ihren Kopf an Christians zerschlagenen Körper.
    
    Achtunddreißigster Tag, nachts, Bangkok
    
    „Kann ich dann gehen, Herr Wang?"
    
    Der Alte blickte die Chefin des Club Bizarr schweigend an. Stimmt, an sie hatte er nicht mehr gedacht. Mühsam löste er sich aus seinen Sorgen und wandte sich der rothaarigen Frau widerwillig zu.
    
    „Nein! du bleibst hier! Erwartet dich jemand zu Hause?"
    
    Jasmin überlegte, ob sie lügen sollte, schüttelte dann aber verneinend den Kopf.
    
    Wang musterte die sichtlich irritierte Chefin seines Klubs eingehend. Er dachte an Long, den er für diese Frau hatte aufgeben und bestrafen müssen. Diese Jasmin zeigte sich ihm gegenüber unsicher und nervös. Warum wohl, wenn sie nichts zu befürchten hatte? Wang dachte nach. Wurde er langsam paranoid? Sah er jetzt überall nur noch Feinde? Er musste sich beruhigen. Wenn er sich in seiner Wut maßlos zeigte, würde es den gleichen Effekt erzielen, wie zu große Milde. Seine Leute würden beginnen, ihn aus Angst zu verraten. Doch was war mit ihr? Brauchte er sie denn? Sein Blick fiel auf die beiden Malaien, die bisher sehr nützlich gewesen waren und unsicher von der Klub-Chefin taxiert wurden.
    
    „Du scheinst meinen beiden Freunden hier sehr gut zu gefallen. Eigentlich schade, dass du keine körperlichen Dienste hier im Klub verrichtest. Ein paar Jahre würdest du noch gut verdienen. Allein deine weiße Haut würde dafür sorgen, dass du für uns erbärmliches, asiatisches ...
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