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Das Bangkok Syndikat 17
Datum: 21.08.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... werde eine andere Dame beauftragen, sich seiner anzunehmen." Nori ging an Wanda vorbei zu Long, der sie misstrauisch beobachtete. Sein Gesicht, das deutlich Furcht und Unsicherheit widerspiegelte, irritierte Wanda. Sie selbst hatte diese Gefühle zwar immer wieder wecken, nicht aber aufrechterhalten können. Nori zog einen kräftigen Rohrstock aus einem Köcher, trat an den Chinesen heran und schlug ihn unvermittelt mit ungeheurer Wucht über die rechte Schulter. Ein gellender Schrei zeriss die Stille im Raum, dann trommelte die Domina regelrecht auf seinen Körper ein. Wanda musste sich abwenden, selbst für sie war dieser Anblick kaum zu ertragen. Nach einer, von den gemeinen Pfiffen des Rohrstocks sowie Longs verzweifelten Schreien durchsetzten Minute überwand sie ihre Furcht vor dieser Wahnsinnigen und trat an Nori heran. „Lass ihn! du schlägst ihn sonst tot." Irritiert entdeckte sie Tränen in den Augen Noris, die diese sofort zu beseitigen versuchte. Irgendjemand schien dieser Frau übel mitgespielt zu haben. „Geht es dir gut?" Nori starrte sie an, als ob sie dem Wahnsinn verfallen wäre. Dann wandte sie sich wieder Long zu und trat diesem brutal zwischen die Beine. Immer wieder, bis Wanda sie erneut bremste und von ihrem Opfer wegzog. Long kreischte und heulte ununterbrochen, seine Schmerzen schienen überwältigend zu sein. Nori aber hatte sich endlich gefasst und die Bilder in ihrem Kopf vertrieben. „Hier! Das ist das Programm! Bereite ihn vor! Ihr habt ...
... nicht mehr viel Zeit!" Wanda nahm den von Nori dargereichten Zettel und überflog ihn. Was sie las, wollte sie nicht glauben. „Ist das dein Ernst?" „Tu, was ich dir gesagt habe!" Wanda überwand ihre Abscheu und nickte. Sie war auf diese Arbeit angewiesen, wollte ihren Lohn der letzten Tage und Wochen nicht aufs Spiel setzen. „Gut, wenn du meinst." Nori wandte sich ab und schickte sich an, den Raum wieder verlassen, als Wanda sie noch einmal ansprach. „Ist etwas passiert?" Nori hielt kurz inne, dann zog sie mit aller Gewalt die Tür hinter sich ins Schloss. Wanda starrte auf die Tür, dann aber mahnten sie Longs Schreie, sich um ihn zu kümmern. In den wenigen Augenblicken, als diese Furie sich an ihm abreagiert hatte, war sein Körper durch mehrere Dutzend daumenbreite Streifen gezeichnet worden. Aber auch seine dicht aneinander gepressten Oberschenkel zeigten ihr seine dortigen Qualen auf. „Nori?!? Bitte Wang darum, mich nach Hause gehen zu lassen. Tust du das für mich? Ja?!?" Jasmin war der Domina bis in den Keller gefolgt. Nach wie vor mit dem zerrissenen Kostüm bekleidet, hatte ihre Erscheinung deutlich an Wirkung eingebüßt. Ihre Augen waren verheult, der Körper schien ein Eigenleben entwickelt zu haben, so tiefgreifend hatten die Eindrücke der letzten Stunden auf sie gewirkt. „Weißt du, wo Wang sich aufhält?" Jasmin fühlte Hoffnung in sich keimen, als Nori ihr diese Frage stellte. „Nein. Ich habe ihn vorhin im Treppenhaus gesehen, als er ...