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Das Bangkok Syndikat 17
Datum: 21.08.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... schon gar nicht für unsere Jungs gut sein wird. Es bleibt nicht mehr viel Zeit." Kurz trafen sich ihre Blicke, dann ohrfeigte sie ihn erneut. Doktor Katanaa hatte sich zwischenzeitlich aufgerafft und stand nun zitternd, die Hände auf den linken Oberschenkel gepresst, im Raum. Nori schien sich dem Ermittler nicht weiter erklären zu wollen und wandte sich wieder ihrem Anwalt zu. „Stell dich dort hin und bleib ruhig stehen!" Sie zeigte auf eine Stelle des Raumes, die keine fünf Meter von Chai entfernt lag. Dieser hatte die beiden nun im Blickfeld. Augenscheinlich wollte die Domina, dass er ihr Spiel mit dem Anwalt beobachten konnte. „LOS!", herrschte sie ihren Sklaven an und stieß ihn vor sich her. Wieder kreischte der Jurist wie wahnsinnig auf, während die Domina sich hinkniete und eiserne Schellen um seine Fußknöcheln legte, die mit kurzen Ketten im Boden verankert waren. Doktor Katanaa stand heulend in einem zwei Quadratmeter großen Feld, das mit scharfkantigen, etwa einen halben Zentimeter langen Zacken ausgelegt war. Chai senkte seinen Blick wieder in Richtung Boden. Nori würde sich nicht davon abhalten lassen, den Anwalt weiterhin zu quälen. Wie dieser solche eine Marter auszuhalten vermochte, sich dieser auch noch freiwillig aussetze, wollte und konnte der Detektiv selbst bei bestem Willen nicht nachvollziehen. „Hey?" Chai hatte durch die verzweifelte Schreie des Anwaltes das Herannahen der Domina überhört. „Alles okay?" Durch den ...
... Körper des Ermittlers lief ein Schauer. Hatte sie ihn soeben tatsächlich auf die Wange geküsst? „Fünfundsiebzigtausend Dollar, Chai. Sonst werden weder ich noch die Jungen dieses Haus hier lebend verlassen." „Woher nimmst du diese Gewissheit?" Nori legte ihre Stirn an die seine und hielt diese Berührung aufrecht, während sie anscheinend über ihre Antwort nachdachte. Chai konnte diesen Kontrast zwischen dem erlebten Schrecken und der Sanftheit, die sie ihm in diesem Moment schenkte, kaum verarbeiten. Was hatte sie nur mit ihm vor? „Ich habe lange Jahre unter ihm gelitten, gesehen, wie er mit einem einzigen Fingerschnippen Menschenleben zerstört hat, als würde er Kakerlaken zertreten. Verstehst du jetzt?" Nori löste sich und blickte dem Ermittler direkt in die Augen. „Ich weiß, was du denkst, aber ich bin anders. Ich habe noch nie jemanden getötet, verstehst du? Niemals! Dieser Mann hat das aus mir gemacht, was ich jetzt bin, und es war meine einzige Chance, aus seiner Nähe zu entkommen." Sie zögerte, drehte sich zur Tür um, schlug Chai nochmals eine harte Ohrfeige ins Gesicht. „Gestern und heute ..." Noris schwarze Augen schienen direkt nach den seinen zu greifen. „... so habe ich Wang nie zuvor gesehen." Die Domina ließ ihre Worte auf ihn einwirken, dann fuhr sie fort. „Morgen bringst du das Geld zu Doktor Katanaa nach Hause. Ich gebe dir nachher mein Handy. Unter seinen Kontaktdaten findest du auch die Privatadresse. Vielleicht muss ich ...