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Das Bangkok Syndikat 17
Datum: 21.08.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... in seinen Mund, stupste an die seine und strich in einer eindringlichen Bewegung darüber hinweg. Nie hätte er geglaubt, dass diese Frau einem Mann gegenüber zu solch einer Nähe fähig sein, derart sanft und einfühlsam lieben könnte, zudem noch bereit sein würde, ihm, dem kleinen, unscheinbaren Schnüffler, diesen Genuss zu gönnen. Sie aber löste sich wieder von ihm, ließ ihre rechte Hand über seine linke Wange streichen und gab dann den Blick auf Doktor Katanaa frei, der sie beide mit weit aufgerissenen Augen beobachtet hatte. Das musste es sein! Indem Nori ihm Zärtlichkeit schenkte, quälte und demütigte sie ihren Sklaven, für den sie nicht anderes als schiere Grausamkeit übrig zu haben schien. Aus irgendeinem Grund war sie bestrebt, diesem Mann die Hölle zu bereiten, die dieser mit Sicherheit nicht verdient hatte. Oder war er selbst der Grund für ihr Handeln? Chai wurde einfach nicht schlau aus dieser seltsamen Frau. Die Domina trat hinter ihn, löste die Handschellen und deutete auf die Streckbank, die zwar etwas abseits, aber dennoch im Blickfeld des Anwalts stand. „Los! Leg dich drauf, Onkel. Ich kümmere mich gleich um dich!" Die Sanftheit in Noris Stimme verunsicherte den Ermittler nur noch mehr. Dennoch ließ er sich von ihr auf die Folterbank drücken und an Hand- wie Fußgelenken darauf festschnallen. Dann drückte sie den Spannhebel, bis Chai infolge der schmerzhaften Streckung seines Körpers aufzustöhnen begann. Na Ajutthaja versank in seinen ...
... angsterfüllten Gedanken. Wie weit würde diese Frau ihr grausames Spiel mit ihm treiben? Würde sie ihm ähnlich zusetzen, wie vorhin dem Doktor? Wo setzte sie endlich die Grenzen? Hatte sie überhaupt welche? Er drehte seinen Kopf zur Seite, hob ihn an, um über seinen ausgestreckten Arm hinweg zur Domina und ihrem Sklaven hinübersehen zu können. Nori hatte sich mit einer langen, schmalen Peitsche bewaffnet und stand mit etwa einem Meter Abstand seitlich neben Doktor Katanaa. Ohne ein Wort an den verzweifelten Mann zu richten, holte sie aus und feuerte in gleichmäßigem Stakkato das Marterinstrument über seinen Körper. Ihn langsam umrundend bedeckte sie den Torso von allen Seiten mit ungemein heftigen Hieben, untermalt von den verzweifelten Schreien des gepeinigten Sklaven, die von den kahlen Betonwänden der Folterkammer widerhallten. Chai aber verzweifelte an der Brutalität dieser Domina. „Hört auf! Hört endlich auf damit!" Ungerührt prügelte die Domina weiterhin auf den Rechtsanwalt ein, auf dessen Haut sich breite, blutige Striemen gebildet hatten, die die alten Schlagmale zu überdecken begannen. „Mistress Nori, hört auf! Ich bitte Euch!" Chai glaubte nicht wirklich, dass sein Flehen Gehör finden würde, doch irrte er sich. Ein letzter, beißender Knall, dann verklangen die qualvollen Schreie des Rechtsanwalts und gingen in ein klägliches, verhaltendes Wimmern über. Nori aber kehrte zu Chai zurück, die Peitsche zusammengerollt in der rechten Hand, und blickte auf ihn ...