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Das Bangkok Syndikat 14
Datum: 19.09.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... wir Feinde sind. Ich habe Angst, furchtbare Angst. Ich will nur noch weg von hier. Ich helfe dir, wenn du einen Weg für mich findest. Bitte!" Nori zeigte ein Lächeln und setzte sich auf die Tischplatte. „Lubana solltest du dir warm halten, Jasmin. Lass dich von ihm besteigen, es würde uns helfen." Die Klub-Chefin starrte die Domina entsetzt an. Der Doktor mochte kein schlechter Kerl sein, doch unter einen Mann verstand sie etwas anderes. „Nori, warum verhöhnst du mich denn noch? Ich kann dir auch helfen, du wirst es sehen. Zusammen sind wir stark." Die Domina griff nach einem silbernen Brieföffner und drehte ihn zwischen ihren Fingern. „Gut! Dann fang an damit! Ein Schnüffler hat mich gefunden. Du weißt schon, es geht um die Deutschen." Nori hatte unverhohlen ausgesprochen, woran sich die Chefin des Club Bizarr selbst erinnert hatte. Jasmin glotzte die Domina an, als ob sie vom Blitz getroffen worden wäre. Sie hatte geglaubt, dass sich ihre Situation nicht noch weiter hätte verschlimmern können. Und jetzt? „Du steckst mit drin. Schließlich hast du einen von ihnen gegen seinen Willen vergewaltigt. Auch deine Begrüßungsansprache bei der Versteigerung werden sie sicher nicht vergessen haben." Jasmin atmete tief durch. Das konnte Nori doch unmöglich ernst meinen. Die Chefin des Clubs war zutiefst erschüttert. Es reichte nicht, dass sie schwer misshandelt worden war, jetzt drohte auch noch die Justiz. Sie würde wohl nicht so schwer bestraft werden, wie ...
... diese Gestörte, dennoch waren Thailands Gerichte für ungemein harte Urteile bekannt. Die Klub-Chefin fühlte sich von Nori beobachtet, während sie ihre Gefühle und Gedanken zu ordnen versuchte. Sie schien von ihr die Lösung für ihr Problem zu erwarten. „Dieser Schnüffler, von dem du gesprochen hast ... weißt du etwas über ihn?" Nori zuckte mit ihren Schultern. Katanaa hatte so gut wie nichts über diesen Mann herausbekommen. Beiläufig spielte sie weiter mit dem Brieföffner. Sie glaubte nicht wirklich daran, dass ihr diese Frau hilfreich sein würde, genauso wenig wie vorher Kim. „Nur den Namen. Aber ich denke nicht, dass er sich unter diesem beim uns anmelden wird." Jasmin wurde hellhörig. „Und das Internet? Vielleicht kann man dort etwas über ihn erfahren?" Die Domina verneinte erneut. „Einer meiner Sklaven hat es schon versucht, aber nichts gefunden, was uns weiterhelfen könnte." Jasmin runzelte die Stirn. „Und Wang? Wenn er vielleicht ...?" „Nein! Auf gar keinen Fall! Ein Einschreiten seinerseits würde uns nur noch tiefer in die Abhängigkeit treiben. Lass dir etwas anderes einfallen." Jasmin dachte an den Abend, an dem sie die beiden Deutschen über das Schicksal in ihrem Klub aufgeklärt hatte. Sie hatte sich dazu hinreißen lassen, sich als treibende Kraft hinter den fragwürdigen Aktivitäten dieses Hauses zu präsentieren. Nori hatte recht, sie steckte mit drin, sehr tief sogar. Entführung, Misshandlung und Vergewaltigung ... würde sie jemals ...