1. Das Bangkok Syndikat 14


    Datum: 19.09.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... gütlich tat. Man kannte sich gut, hatte schon viele Feste zusammen gefeiert, das eine oder andere Tête-à-Tête miteinander erlebt. Schamgefühl gab es bei ihnen keines mehr, aber eben auch keine achttausend Bath.
    
    „Ich möchte meinen Neffen heute glücklich sehen. Arlak ist ein guter Junge, wenn seine Freunde enttäuscht sind, ist er es auch."
    
    Chai kramte in seiner Jackentasche und zog ein dickes Geldbündel hervor. Keiner der Anwesenden hatte damit gerechnet, dass dieser unscheinbare Mann über derartige Mittel verfügen würde. Vor allem aber Noris Augen starrten auf die Scheine, deren einige ihr nun von diesem seltsamen Kauz gereicht wurden. Augenblicklich bereute sie es, dass sie keinen höheren Preis genannt hatte. Sie steckte die Scheine in eine kleine Tasche an ihrem breiten Ledergürtel, blickte ein weiteres Mal in die Runde und wandte sich dann zur Tür um.
    
    „Gut, dann kommt mit."
    
    Außer Chai schien keiner der Männer der Domina, die ihnen mit weit ausholenden Schritten voranging, nähere Beachtung zu schenken. Er selbst aber musste sich beherrschen, sich ständig in Erinnerung rufen, was diese Frau vor ihm wahrscheinlich verbrochen hatte. Kidnapping, Misshandlungen, vorsätzliches Quälen von Menschen, alles schwerste Verbrechen, die hart geahndet werden mussten. Kurz verfiel er auf den Gedanken, dass die drei Deutschen möglicherweise doch keine Opfer sondern Sextouristen im klassischen Sinne wären und all die Vorgänge freiwillig mitgemacht hatten. Wer würde schon ...
    ... eingestehen, auf SM zu stehen? Doch selbst wenn sie sich dieser Frau freiwillig ausgeliefert hatten, weshalb wurden sie von dieser Domina prostituiert? Konnten sich die deutschen Männer wirklich soweit in ihre Hände begeben haben? Chai schüttelte seinen Kopf. Das alles ergab überhaupt keinen Sinn. Nichts hatte in Patong darauf hingedeutet, dass die jungen Deutschen so veranlagt waren.
    
    Nori schob eine schwere Schiebetür auf und betrat einen hell erleuchteten, weiß gefliesten Raum. Ein seltsam anmutender, auf dem Betonboden kauernder Kerl, von Kopf bis Fuß in einen Gummianzug gehüllt, kroch der Mistress hastig entgegen und begann wie besessen deren Stiefel mit seiner Zunge zu lecken. Sie blieb stehen und schien mit seiner Begrüßung zufrieden zu sein.
    
    „Es reicht.", hörte Chai ihre leise gesprochenen Worte.
    
    Im Gegensatz in ihren bisherigen Wortspenden hatte ihre Stimme dieses Mal weich und wohlwollend geklungen. Dieser Sklave schien in einem besonderen Verhältnis zu ihr zu stehen. Er reichte ihr eine Art Hundeleine, die sie an ihrem Gürtel befestigte, dann kroch er hinter seiner Herrin her.
    
    „Boah! Scheiße, ist das krank. Wie kann man sich nur so demütigen? Arlak! Bring es bitte schnell hinter dich, ich will hier weg. Ihr könnt mich ja wieder auslachen, aber das ist alles so strange. Die könnten hier alles mit uns machen und keiner würde es mitbekommen."
    
    „Jetzt halt doch mal den Mund, du Pussy. Das gibt es doch gar nicht. Jetzt reiß dich gefälligst zusammen, was soll denn ...